Bisher noch kein Testament aufgetaucht

29. Juni 2009, 14:20
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Jacksons Mutter reklamiert Sorgerecht für Kinder für sich

Los Angeles - Wenige Tage nach dem Tod von Michael Jackson ist noch immer kein Testament aufgetaucht. Ob es überhaupt eines gibt, ist unklar. "Es gibt Zeugenaussagen, die auf die Existenz eines Testaments hindeuten", erklärte der Anwalt der Familie, Londell McMillan. Dies versuche man derzeit herauszufinden, noch sei der Familie aber nichts präsentiert worden. Ein Testament wäre nicht zuletzt in der Frage des Sorgerechts für die drei Kinder hilfreich. Die Mutter des "King of Pop" reklamierte das Sorgerecht zuletzt für sich.

Wen Jackson sich selbst als Hüter seiner Kinder wünschte, ist noch völlig unklar. Für das Sorgerecht der zwei älteren Kinder hat deren Mutter, die britische Krankenschwester und Jackson-Ex-Frau Deborah Rowe, Experten zufolge die besten Chancen. Für das dritte Kind, das von einer unbekannten Leihmutter ausgetragen wurde, wird Jacksons Letzter Wille maßgeblich sein. Derzeit befinden sich die Kinder noch in der Obhut der Großfamilie Jackson - wo sie dem Wunsch von Katherine Jackson, der Großmutter, zufolge auch bleiben sollen.

Großmutter wird präferiert

"Ich könnte mir keine bessere Person als Katherine Jackson für das Sorgerecht vorstellen", bekräftigte McMillan den Willen, das Ansinnen auch gerichtlich anstreben zu wollen. Rowe dürfte in den vergangenen Jahren tatsächlich nur noch wenig Kontakt zu Prince Michael (12) und Paris (11) gehabt haben. Zudem gilt es als unwahrscheinlich, dass Prince Michael II (7) von seinen Geschwistern getrennt wird. Experten zufolge werde einer möglichen Präferenz Jacksons im Testament mit Sicherheit großes Gewicht beigemessen.

Wer auch immer das Sorgerecht bekommt, hat zumindest nicht auch automatisch Zugriff auf das Erbe, wurde von Scheidungsanwälten am Sonntag klargestellt. Wer auch immer die Erben sein werden - trotz großer Schulden dürften sie Hunderte Millionen kassieren. "Offen gesagt, er ist tot vielleicht mehr wert als lebendig", äußerte sich kürzlich ein Anwalt der Hit-Factory-Aufnahmestudios, in denen das Album "Thriller" produziert wurde. An Stoff für neue CDs scheint über Jahre kein Mangel zu sein: Angeblich liegen im Archiv mehr als 100 Songs, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. (APA/AP)

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