Mehr als eine Million Fälle in den USA

29. Juni 2009, 12:28
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Die Sterberate ist deutlich niedriger als bisher angenommen

Atlanta  - Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) schätzen, dass wenigstens eine Mio. US-Amerikaner sich seit dem ersten Auftreten des Virus vor fast drei Monaten mit der Schweinegrippe infiziert haben. Diese Zahl ist viel höher als jene, die den offiziellen Stellen gemeldet wurde. Viele Erkrankungen sind laut der US-Seuchenbehörde nur leicht. Bisher sind 127 Menschen an Schweinegrippe gestorben. Die Einschätzung der Behörde beruht allerdings eher auf Umfragen als auf Daten aus dem Labor. Die Zahlen legen jedoch laut BBC nahe, dass die Sterberate deutlich niedriger ist als bisher angenommen.

Anne Schuchat, Leiterin der Behörde, erklärte, dass man davon ausgehe, dass es in diesem Jahr in den USA mindestens eine Mio. neuer Infektionen mit H1N1 gegeben habe. "Die gemeldeten Erkrankungen sind nur die Spitze des Eisberges." Die Centers for Disease Control and Prevention legten ihren Berechnungen mathematische Modellen zugrunde, die ihrerseits auf Befragungen von Gesundheitsbehörden basierten. Sind diese Zahlen richtig, handelt es sich um gute Nachrichten. Denn dann ist die Sterberate laut dem BBC-Experten Fergus Walsh noch deutlich niedriger als bisher angenommen.

Schuchat warnte aber, dass die Schweinegrippe zu höheren Infektionszahlen führen könnte als die normale jahrszeitabhängige Grippe. Daher sei es denkbar, dass sie im Herbst in einer virulenteren Form zurückkehrt. Laut der Behörde gibt es bisher 27.717 bestätigte oder wahrscheinliche Erkrankungen. Rund 3.000 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. 127 Patienten sind an den Folgen der Infektion gestorben. An Schweinegrippe erkranken immer noch vorwiegend Menschen unter 50 Jahren. Bei Asthma oder Diabetes kann es zu einer deutlichen Verschlechterung der Erkrankung kommen. Das Durchschnittsalter der US-amerikanischen Todesopfer lag bei 37 Jahren. (pte)

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