Männeranteil liegt bei 4,5 Prozent

29. Juni 2009, 11:38
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Kurz-Variante bei Männern am beliebtesten - Insgesamt wählen fast 80 Prozent die lange Variante

Wien - Insgesamt 164.445 Personen haben im Mai 2009 Kinderbetreuungsgeld bezogen. Nur 4,5 Prozent davon - 7.442 Personen - waren Männer. Am beliebtesten ist weiterhin die längste Variante von 30 (plus sechs) Monaten zu je 436 Euro. Das geht aus den neuesten Daten des Familienstaatssekretariats hervor. Die geplante neue Variante - ein einkommensabhängiges Modell - soll demnächst dazukommen, die Regierung steht bei den Verhandlungen kurz vor dem Abschluss.

Lange Variante am beliebtesten

Im Mai bezogen insgesamt 129.902 Personen (79 Prozent) Kinderbetreuungsgeld nach der Variante 36 Monate (30 Monate der eine, 6 Monate der andere Elternteil). Das Modell 20 (plus vier) Monate (624 Euro pro Monat) nahmen im Mai 26.386 Personen (16 Prozent) in Anspruch. Am wenigsten Anklang findet nach wie vor die kürzestes Variante 15 (plus 3) Monate (800 Euro), im Mai erhielten 8.157 Personen (5 Prozent) nach diesem Modell Kinderbetreuungsgeld. Dafür ist diese Kurz-Variante - prozentuell gesehen - bei den Vätern am beliebtesten: Mit 781 männlichen Beziehern waren hier rund zehn Prozent Männer. In der Lang-Variante fanden sich nur vier Prozent Männer, in der Variante "20 plus 4" lediglich drei Prozent.

Geringe Veränderung bei Neuzugängen

Die neuen Varianten (die Anfang 2008 eingeführt wurden) werden bei "Neuzugängen" zum Kindergeld schon etwas stärker in Anspruch genommen als bei der Summe aller BezieherInnen. Bei jenen, die die Transferleistung heuer im ersten Jahr beziehen, kommt die mittlere Variante (20+4) auf 26 Prozent, die Kurz-Variante (15+3) war hier bei zehn Prozent die erste Wahl. Mit 64 Prozent entschied sich aber bei den Neuzugängen weiterhin die deutliche Mehrheit für die "alte" Variante mit 30 plus 6 Monaten.

Beim Großteil der Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen handelt es sich Angestellte (71.188), gefolgt von Hausfrauen, bzw. -männern (26.455). Die Zahl der ArbeiterInnen lag zuletzt bei 25.148 Personen. 11.985 BezieherInnen sind arbeitslos gemeldet, 5.746 beziehen Notstandshilfe. Bei der Gruppe der Vertragsbediensteten erhielten 11.585 Personen Kindergeld, bei jener der BeamtInnen 2.749 Personen.

SPÖ und ÖVP haben sich grundsätzlich auf eine Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes verständigt. Neu dazukommen soll die im Regierungsübereinkommen fixierte Variante des einkommensabhängigen Kindergelds. 14 Monate lang soll man 80 Prozent des Nettobezuges erhalten - mindestens 1.000 Euro, maximal 2.000 Euro. Auch Eltern, die davor über kein Einkommen verfügten - etwa Studierende - soll dieses Modell offenstehen. Bestätigung dafür gibt es zwar im Familienstaatssekretariat sowie Frauenministerium nach wie vor keine, man sei aber "im Endspurt", hieß es. (APA)

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