Gericht lehnt weitere Zeugen für Suu Kyi ab

29. Juni 2009, 10:35
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Nur zwei Zeugen der Verteidigung zugelassen

Rangun - Das höchste Gericht in Burma hat am Montag den Antrag auf Zulassung weiterer Entlastungszeugen für die inhaftierte Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi endgültig abgelehnt. Suu Kyi wird beschuldigt, die Auflagen ihres Hausarrests verletzt zu haben, weil im Mai ein ungebetener Besucher aus den USA über einen See zu ihrem Haus schwamm und dort zwei Tage lang blieb.

Das zuständige Gericht hatte zunächst nur einen von vier Zeugen der Verteidigung zugelassen. Auf einen Berufungsantrag hin entschied das Oberste Gericht, dass ein weiterer Zeuge gehört werden soll. Die Anwälte wollten auch die Zulassung der beiden anderen Zeugen noch erreichen. Der Prozess wird nach Angaben des zuständigen Gerichts voraussichtlich am kommenden Freitag fortgesetzt. Suu Kyi verbrachte 13 der vergangenen 19 Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest.

Hoffnung

Hoffnung auf eine weniger harte Haltung des Militärregimes machten Äußerungen des burmesischen Polizeichefs Brigadegeneral Khin Yi, der in der vergangenen Woche erstmals ihren ungebetenen amerikanischen Gast als "Hauptschuldigen" bezeichnet. Der Amerikaner könnte von Individuen oder Gruppen unterstützt worden sein, sagte er. Welche Gruppen er meinte, sagte er nicht, erwähnte aber, dass Yettaw in Thailand viele Angehörige der burmesischen Exilgemeinde getroffen habe. (APA/AP)

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