Voest will mit weniger Kapitalvertretern auskommen

28. Juni 2009, 20:10
posten

Auf der Hauptversammlung der Voestalpine am Mittwoch stehen Rochaden im Aufsichtsrat an

Linz/Wien - In der Hauptversammlung der Voestalpine am Mittwoch in Linz stehen neben der Genehmigung umfangreicher Möglichkeiten zum Anzapfen des Kapitalmarkts auch Rochaden im Aufsichtsrat an. Die Möglichkeiten dafür sind - zumindest theoretisch - vielfältig, alle neun Kapitalvertretermandate stehen zur Neubesetzung oder Verlängerung an.

Angesichts zahlreicher Abgesandter diverser Großaktionäre wie Ludwig Scharinger (Raiffeisenlandesbank Oberösterreich), Franz Gasselsberger (Oberbank), Hans-Peter Hagen (Wiener Städtische) und Arbeiterkammer-Direktor Josef Peischer (für die Voestalpine-Mitarbeiterstiftung), deren Wiederwahl in Voest-Kreisen als unvermeidlich gilt, sind die Möglichkeiten zur Rochade de facto freilich beschränkt.

Um im Vorfeld der Landtagswahl den Einzug von Polit-Funktionären in das Voest-Kontrollgremium hintanzuhalten, soll der Aufsichtsrat kleiner werden. Joachim Lemppenau (Volksfürsorge Versicherung) bleibt Voest-Präsident, Plansee-Chef Michael Schwarzkopf einfaches Mitglied. Wackeln also zwei Sessel: Die von Notar Stefan Kralik (Schutzverband der Wertpapierbesitzer) und Michael Kutschera von Binder Grösswang Rechtsanwälte, die den Böhler-Kauf im Jahr 2008/09 für 418.138,37 Euro Honorar rechtsfreundlich begleitet haben. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.6.2009)

Share if you care.