Volksanwältin Brinek fordert "Alterswohlfahrt"

28. Juni 2009, 16:57
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Die frühere ÖVP-Parlamentarierin will Betroffenen Sozialarbeiter und Therapeuten zur Seite stellen

Wien - Volksanwältin Gertrude Brinek regt im Bereich der Sachwalterschaft ein duales System an. Im Rahmen einer "Alterswohlfahrt" sollten in Anlehnung an die Jugendwohlfahrt etwa Sozialarbeiter oder Therapeuten den Betroffenen als Unterstützung zur Seite stehen, sagt sie im Gespräch mit der APA anlässlich der Vorsitzübergabe in der Volksanwaltschaft: Auf Brinek folgt mit 1. Juli Terezija Stoisits, Mitte 2010 ist dann Peter Kostelka an der Reihe.

Alten Menschen helfen

Wie die von ihr vorgeschlagene Alterswohlfahrt zu organisieren wäre, dafür sei noch ein "umfassender Diskussionsprozess" notwendig. "Wichtig ist das Schaffen eines Bewusstseins. Bisweilen ist das ein Tabuthema", erklärte Brinek im Gespräch mit der APA. "Menschen werden älter, häufiger dement und sind nicht mehr fähig, ihr Leben zu bewältigen", so die Volksanwältin. Nachdem Rechtsanwälte, die eine Sachwalterschaft übernehmen, aber keine Entscheidungen über Fragen in der Pflege oder Gesundheit treffen können, soll hier die Alterswohlfahrt zum Einsatz kommen. (APA)

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