Honduras ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas

28. Juni 2009, 16:38
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Bis zu 80 Prozent der Menschen leben laut Schätzungen in bitterer Armut - Steigende Kriminalität eines der Hauptprobleme

Hamburg - Das in Mittelamerika zwischen Guatemala und Nicaragua gelegene Honduras gehört zu den ärmsten Ländern des Kontinents. Nach einigen Schätzungen leben bis zu 80 Prozent der Menschen in bitterer Armut. Lediglich in Haiti ist die Not noch größer.

In Honduras, das etwa dreimal so groß wie die Schweiz ist, leben rund 7,6 Millionen Menschen, hauptsächlich Mestizen, also Nachkommen weißer Einwanderer und indigener Völker. Die Hauptstadt Tegucigalpa zählt etwa eine Million Einwohner. Zwischen 85 und 90 Prozent der Honduraner sind katholisch, der Rest gehört protestantischen Sekten an. Honduras ist seit 1821 unabhängig von Spanien.

Korruption und Kriminalität

Neben der allgegenwärtigen Korruption gilt die steigende Kriminalität als eines der Hauptprobleme des Landes. Kriminelle Jugendbanden haben nach Weltbankberichten in Honduras mittlerweile über 40.000 Anhänger.

Honduras hat eine der höchsten (pro-Kopf-) Mordraten in ganz Lateinamerika. 2008 ist die Zahl der Morde nach Auskunft der honduranischen Behörden im Vergleich zum Vorjahr um weitere 25 Prozent auf 4.473 Opfer gestiegen.

Einst wurde die Wirtschaft zu mehr als 50 Prozent vom Bananenanbau - und damit von US-Firmen wie der United Fruit Company - dominiert. Heute spielt der Export von Kaffee und Fleisch eine mindestens ebenso wichtige Rolle. (APA/dpa)

 

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