NGO: Zweitausend Menschen nach Protesten in Haft

28. Juni 2009, 16:28
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Internationale Föderation der Menschenrechtsligen beruft sich auf "unabhängige Informationen" - Hunderte vermisst

Paris - Nach den Protesten gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl im Iran sind dort nach Angaben von Menschenrechtlern derzeit mehr als 2000 Menschen in Haft. Hunderte würden zudem vermisst, erklärte die Internationale Föderation der Menschenrechtsligen (FIDH) am Sonntag in Paris. Der Vize-Präsident der FIDH, Karim Lahiji, der zugleich Präsident der iranischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte ist, berief sich dabei auf "unabhängige Informationen" vor allem aus den betroffenen Familien.

Aus Protest gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni waren in Teheran in den vergangenen Wochen zunächst beinahe täglich zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Nach den blutigen Zusammenstößen vor einer Woche waren die Demonstrationen von den iranischen Sicherheitskräften aber im Keim erstickt worden. (APA)

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