Amnesty

Bassij-Milizionäre passen vor Spitälern Verletzte ab

28. Juni 2009, 09:37

"Die Bassij warten auf sie (die Verletzten)", sagte Banafsheh Akhlaghi von Amnesty International dem Nachrichtensender CNN

Washington - Die berüchtigten Bassij-Milizen im Iran greifen sich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in Teheraner Krankenhäusern Verletzte der Protestkundgebungen und verschleppen sie. "Die Bassij warten auf sie (die Verletzten)", sagte Banafsheh Akhlaghi von Amnesty International dem Nachrichtensender CNN.

Den Angaben zufolge, die auf Zeugenaussagen beruhen, werden Ärzte in den Krankenhäusern auch daran gehindert, die persönlichen Daten der verletzten Demonstranten aufzunehmen oder nach dem Grund der Verletzung zu fragen. Sofort nach Behandlung der Patienten würden die Bassij sie dann aus dem Krankenhaus verschleppen.

Der Nachrichtensender CNN berichtete am Sonntag, er habe ebenfalls Zeugenaussagen von Iranern, die dies bestätigten. So habe eine Frau, die kürzlich mit einem gebrochenen Knöchel in den USA eintraf, berichtet, sie habe zu viel Angst gehabt, in Teheran in ein Spital zu gehen. Sie habe stattdessen einen Arzt zu sich nach Hause kommen lassen.

Die Bassij sind eine nach der Islamischen Revolution 1979 vom geistlichen Staatsoberhaupt Ajatollah Khomeini gegründete religiöse Volksmiliz, die als sehr regimetreu und brutal gilt. (APA/dpa)

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21 Postings
Hadschi Schlehmil
 
01
30.6.2009, 13:51
Die Verbrechen der Bassiji Milizen,

die ja in direktem Auftag der Mullahs hndeln werden die westlichen Muslime, besonders die österreichischen AktivistInnen in Kürze zu Mohammed-Karrrikaturenähnlichen "Beleidigungsdemos" und Leserbriefen, samt iranischen Fahnenverbrennungen usw. bewegen.
Ich zähle mal die Jahrzente: 10,9,8,7,6,..... ;-)

venere nera
17
28.6.2009, 14:55

nieder mit den verbrechern! nieder mit den mullahs! ..und immer noch gibt es leute, die dieser unmenschen verteidigen. entsetzlich.... im gaza krieg klagten sie lautsstark über menschenrechtsverletzungen und jetzt verteidigen sie diejeningen, die verstümmeln und morden...

-_-
08
28.6.2009, 12:36
Terror-Regime!

unglaublich

widiwutsch
01
28.6.2009, 14:07
Eine lupenreine Demokratie, würd' ich sagen.

Schmeckt halt ein bißchen nach Wahnsinn, aber wen wird das schon stören, wo man mit den Leuten so schön Handel treiben kann.

Georg Schütt
015
28.6.2009, 12:31
Mal eine ganz naive Frage:

Gibt es im Iran gar keine Möglichkeit mehr, sich vor diesen Strolchen zu schützen?

Schreitet die Polizei gar nicht ein, schützt Ärzte, Pfleger und Patienten?

Haben die Basiji einen Freibrief, zu tun und zu lassen, was sie wollen?

Erinnert doch sehr an die auf einmal als "Hilfspolizei" eingesetzte SA, die 1933-34 politische Gegner ganz legal verschleppen und foltern durfte.

Ein Beleg mehr für einen Putsch von oben.

MiNeum71
 
08
28.6.2009, 13:28


Nein. Nein. Ja. Ja. Ja.

Da werden (mehheitlich) junge Männer beauftragt, einfach Leute zusammenzuschlagen. Sie werden, damit sie nicht auf die Menschen in der eigenen Gemeinschaft losgehen müssen, kreuz und quer durch das Land gefahren. Nach Teheran beispielsweise wurden viele aus Khuzestan und Belutschestan gebracht, die täglich umgerchnet $200 für ihre Dienste erhalten (viel Geld für ein arbeitsloses Landei ohne Bildung). Legitimiert wird dies oft duch einen Hadschi (einen im Dorf viel geachteten Moslem, der die islamische Pilgerfahrt nach Mekka bestritten hat).

Die einzige Möglichkeit, diese zu besiegen, ist es, selbst zur Waffe zu greifen. Meines Wissens machen das in Teheran bereits einige.

Georg Schütt
03
28.6.2009, 13:54
Danke für die Information. - Schläger aus der Provinz heranzukarren ist natürlich sinnvoll: Die kennt man nicht, was Identifizierung und evtl. Strafverfolgung enorm erschwert.

Gleichzeitig ist das aber ein Beleg für ein großangelegtes, strategisch geplantes Vorgehen: Leute müssen rekrutiert werden, Transport, Besoldung der Leute, ihre Unterbringung und Verpflegung in Teheran müssen sichergestellt werden, auch die Heimreise. Da man sicher hier von tausenden Schlägern ausgehen muss, ist das eine logistisch nicht leichte Aufgabe, für die Zeit, Geld, organisatorisches Geschick und Personal notwendig sind.

Fraglich nur, wann diese Vorbereitungen getroffen wurden. Soweit ich sehe, begannen die Basiji ihr Werk unmittelbar nach der Wahl. Also hat man schon mindestens 14 Tage vor der Wahl mit den Planungen begonnen haben.

Und interessant, wer die Verantwortlichen sind im Innenministerium.

Lichtfreak
01
28.6.2009, 15:36
Aufgebaut

wie in jeder Diktatur...

MiNeum71
 
00
28.6.2009, 14:41


Ich denke nicht, daß das Ganze vorvorneherein geplant und groß angelegt war, dazu war das Ergebnis viel zu patschert.

Sie dürfen nicht vergessen, diese - wie die Iraner sagen - Dohatees (verächtlich für Dorfbewohner) sind sehr leicht gegen Geld zu mobilisieren. Dazu ist das Geld ja in großer Menge vorhanden, Busse und Schlafplätze sind ebenso leicht zu bekommen.

Ich hatte bereits vor Wochen an dieser Stelle geschrieben, daß im Iran de facto eine Militärdiktatur (im islamischen Mantel) regiert. Die Beweise hierfür werden immer zahlreicher.

NONE
03
28.6.2009, 11:50

"Die Bassij sind eine nach der Islamischen Revolution 1979 vom geistlichen Staatsoberhaupt Ajatollah Khomeini gegründete religiöse Volksmiliz, die als sehr regimetreu und brutal gilt."

Der APA Einheitsbrei ist schon merkwürdig, denn die Bassiji von 1979 sind kaum die von 2009, weder in Personal noch Struktur noch Aufgabe.

Letzten Endes wird sich auf Dauer kein Regime nur mit seinen death squads aufrechterhalten können.

o Rly?
04
28.6.2009, 11:46

so eine Schweinerei! Das ist wirklich das Allerletzte!

Felix Meritis
04
28.6.2009, 11:06

Ich hoffe, dass die iranische Armee bald mit diesem Gesindel aufräumt.

Georg Schütt
04
28.6.2009, 12:27
Beide sind doch nur zwei verschiedene

Systemsäulen.

Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass ein anständiger Offizier mal seinen Männern einen entsprechenden Befehl gibt, aber dass es irgendeinem aus dem Wächterrat zu bunt wird und er eigenmächtig Truppen in Marsch setzt, daran glaube ich nicht mehr.

ayatollahx
04
28.6.2009, 13:05
Die unzufriedene Mitglieder der Armee und Revolutionsgarde wurden in vergangenen Jahren...

durch Säuberungsaktionen ersetzt. Es wurden auch 8 unzufridene hochrangigen Revolutionsgardenmitglieder vergangerer Woche ermordet. Sie waren 8 Basijis, die durch Terroristen getötet wurden, hieß es im Iranischen Fernsehen .

michih144
00
28.6.2009, 12:08

...das würde wohl das land in einen bürgerkrieg stürzen

Schorli1
02
28.6.2009, 12:20

Ja, aber Rafsanjani könnte die Unterstützung haben um es schnell zu machen. Was danach kommt kann leider keiner mit Gewissheit sagen.

Rumo von Zamonien
02
28.6.2009, 11:59

Wäre ie einzige Möglichkeit für die Iraner diese Bande loszuwerden.

Alter Knacker
30
28.6.2009, 11:42

gestern haben sie bei CNN gesendet, wie Achmadinejad den USA gedroht hat und dann sagten sie "...but he is no Christian..." Hoffentlich beherzigen das die Kirchengegner. Weil die Gleichsetzung der Kirche mit dem Islam wird langsam zu einer Beleidigung des gesunden Moralempfindens.

Lichtfreak
10
28.6.2009, 15:38
Damit die Alttestamenarier

und die Wiedergeborenen hinter Krieg und Mord stehen, darf es nicht gegen Christen gehen...

schaukelpirat
06
28.6.2009, 11:31
Aufräumen?

Das sind religiöse Fanatiker, die die Apokalypse heraufbeschwören wollen, um dem verborgenen Imam al-Mahdi den Weg zu bereiten. Genauso wie das Ahmadinejad will. Sollte es im Iran jemals zu einem Wandel kommen, dann bilden Ahmadis treue Basiji den Pool für unzählige Attentate. Selbst die Pasdaran sind ihm nicht alle so bedingungslos ergeben. Trennt euch von der Illusion, dass im Iran nach einem Regimewechsel ein Ausgleich á la Südafrika möglich wäre. Diese wahnsinnigen Sektierer bringt man nicht an, auch wenn sie nur einen kleinen Anteil an der Bevölkerung haben!

Lukas Neubauer
 
00
28.6.2009, 16:57

Ich fürchte, Sie haben leider Recht.

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