Moussavi-Medienchef darf das Land nicht verlassen

27. Juni 2009, 12:30
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Abolfazl Fateh will politische Haltung nicht ändern

Teheran - Die iranischen Behörden haben gegen einen engen Mitarbeiter des offiziell unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Moussavi ein Ausreiseverbot verhängt. Der Chef des Pressebüros, Abolfazl Fateh, dürfe wegen seiner Rolle während der Ereignisse nach der Wahl das Land nicht verlassen, berichteten staatliche Medien am Samstag.

Der Nachrichtenagentur IRNA sagte Fateh, "solche Druckmaßnahmen können Leute wie mich nicht dazu bringen, unsere politische Haltung zu ändern". Fateh hat in Großbritannien studiert.

Moussavi verlangt einen Annullierung des Urnengangs vom 12. Juni wegen Wahlfälschung. Der mächtige Wächterrat hat dagegen erklärt, die Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad sei ohne große Unregelmäßigkeiten verlaufen. Bei Protesten gegen den Ausgang der Wahl war es in Teheran zu gewaltsamen Unruhen gekommen, bei denen zahlreiche Menschen getötet worden waren. (APA/Reuters)

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