Hundert Jahre, ein Museum

26. Juni 2009, 17:30
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    foto: kitty hoffmann

    Die Schwimmerin Hedy Bienenfeld (1907-1976)

Der jüdische Sportverein SC Hakoah hält seine Geschichte fest

Wien - "Ich lehre müheloses Schwimmen mit richtiger Atemtechnik für Anfänger." So warb Zsigo Wertheimer in den 1920ern um neue Schwimmschüler - sommers in Velden und Pörtschach am See, winters im Wiener Dianabad. Wertheimer trainierte aber nicht nur kleine Seepferdchen, sondern auch die besten Schwimmer des jüdischen Sportvereins S.C. Hakoah, darunter "die schöne Hedy" Bienenfeld, lange Zeit die beste und umschwärmteste Brustschwimmerin Österreichs. Auch Friedrich Torberg soll in die hübsche Sportlerin, die bisweilen auch für Zigaretten Werbung machte, verliebt gewesen sein. Sie heiratete jedoch ihren Trainer.

Wertheimer und Bienenfeld, ein Glamour-Paar ihrer Zeit, gehören ebenso wie Fußballer Béla Guttmann und Ringer Micky Hirschl zu den frühen Stars des heuer seinen 100. Geburtstag feiernden Sportvereins. Am Donnerstag eröffnete man am Hakoah-Gelände in der Krieau - ein Drittel der ursprünglichen Fläche wurde 2002 restituiert - ein kleines Museum zur bewegten Geschichte des Vereins. "Sport lebt von Stars" , bemerkt Marcus Patka, Kurator des Jüdischen Museums, der die Exponate zur Ausstellung zusammenstellte. Fotos, Medaillen, Pokale, Karikaturen und Faksimiles aus privaten Fotoalben illustrieren die Bedeutung, die der Sportclub im Leben seiner Mitglieder hatte. Juden, die oft aus anderen Vereinen ausgeschlossen worden waren, gab die Hakoah (übersetzt: neue Kraft) vor dem Anschluss 1938 und der damit verbundenen Auflösung des erfolgreichen Vereins Selbstbewusstsein, Ehre und Identität zurück.

"Ich bin mit und in der Hakoah aufgewachsen" , erzählt Präsident Paul Haber. Sein Vater Karl Haber, Schwimmer und Sportwissenschafter, hatte den S.C. Hakoah gemeinsam mit Ernst Sinai nach dem Krieg neugegründet. Inzwischen steht der Sportclub Mitgliedern aller Religionen offen. (Anne Katrin Feßler, DER STANDARD Printausgabe, 27.6.2009)

Kommentar posten
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peter schmidt
 
00
29.6.2009, 11:00
das foto ist cool

die ausnehmend hübsche hedy bienenfeld leistungschwimmerin mit der zigarette in der hand:)

irgendwie hätte ich die gerne mal kennengelernt.

Skull&Bones
00
28.6.2009, 14:10

Mehr Sportclubs können nicht schaden. Viel Erfolg!

Antonin72
11
27.6.2009, 13:24

zu diesem thema kann ich den ausgezeichneten dokumentarfilm "watermarks" empfehlen
http://www.kino.com/watermarks/
rührend und tragisch

mausmann
25
26.6.2009, 18:57
Inzwischen steht der Sportclub Mitgliedern aller Religionen offen.

war das früher nicht so?

kneißl hias
00
29.6.2009, 09:52

um zum eisenbahner-sportclub zu gehen musstest "früher" auch eienbahner sein - gscheiterl.

Susanne_B
00
27.6.2009, 09:40

Nein, das war früher nicht so. Da war die Hakoah ein jüdischer Sportklub. (Mittlerweile ist Maccabi der einzige Sportklub Wiens, der Angehörigen anderer Religionen nicht offensteht.)

rank7
00
27.6.2009, 09:38
Auch Atheisten?

Hätten´S das gefragt, es wäre glaubhaft gewesen, so ist die Intention Ihres "Beitrags" etwas gar offensichtlich.
Ich persönlich fände es übrigens besser, wenn sich die Hakoah auch heute nicht öffnen würde.

Marcel Baum
01
27.6.2009, 17:49
Die Hakoah sollte sich selbstverständlich öffen.

nämlich dann, wenn die Olympia Burschenschaft auch für jüdische Mitglieder offen ist.

Das hier ist die mit Abstand blödeste Diskussion die ich in letzter Zeit gelesen habe.

mausmann
00
27.6.2009, 19:54
die olympia ist für alle religionen offen

auch für atheisten...

Arnold Hau
00
28.6.2009, 22:58
Sie lügen

Und das wohl mit Grund wenn sie rechtsextreme Kaderorganisationen als weltoffen darstellen wollen.

Burschenschaften waren schon immer die Speerspitze des Antisemitismus und sind auch keineswegs "für alle Religionen offen". Und Juden sind dort verboten.

Marcel Baum
00
27.6.2009, 19:56
hahahahaha

der war gut!

mausmann
00
27.6.2009, 20:11
vielleicht verwechseln sie burschenschaften mit dem cv

da müssen sie katholisch sein.

bei burschenschaften gabs auch in der geschichte immer juden.

aus eben oben genannten grund.

Arnold Hau
00
28.6.2009, 22:56
Bei Burschenschaften sind Juden verboten

Und das schon seit dem Ende des 19en Jahrhunderts ("Waidhofener Prinzip" - einfach mal bei Google suchen).

vor diktat verreist
00
28.6.2009, 12:07

da mauslt's...

Makronaut
00
27.6.2009, 15:49

das müssen sie dem standard ankreiden - der hat die behauptung aufgestellt.

Selbstverantwortung ist die beste Solidarität
43
27.6.2009, 12:23
für sie ist vermutlich auch sachliche kritik an ursula

stenzl antisemitismus

sixela
36
26.6.2009, 22:53

Diese Frage, so "unschuldig" wie sie da steht, ist sicher hinterfotzig gemeint: Die "pösen" Juden", die früher nicht mal andere Konfessionen zuließen, nicht wahr?

Die Zeiten waren andere in den Zwanziger Jahren, der Antisemitismus gewissermaßen Mainstream in Österreich. Da war es schon in Ordnung, wenn es einen Verein gab, bei dem man Ruhe von diesen Zeitgenossen hatte (bis die Nazis eh die Auflösung erzwangen).

Viele Juden haben damals übrigens auch bei anderen Vereinen gespielt.

Makronaut
00
27.6.2009, 15:50

wieso hinterfotzig? ich habe mich das auch gefragt.

kneißl hias
00
29.6.2009, 09:54

dann denk noch mal drüber nach.

Makronaut
00
29.6.2009, 11:19

erklären sie's mir ^_^.

kneißl hias
00
29.6.2009, 13:54

denkverweigerer?

Makronaut
00
29.6.2009, 14:00

-> sie können es also nicht erklären.

mehr wollte ich garnicht wissen.

kneißl hias
00
29.6.2009, 14:42

ok, dann ist's also doch mangelnde intelligenz.
will ich dir mal weiter helfen. um zb. in einen eisenbahner-sportverein zu gehen, musstest "früher" gezwungenermaßen eienbahner sein. wenn wir jetzt von diesem anzatz ausgehen, war's zu den großen zeiten vom sc hakoah das normalste der welt das es ein verein fürt juden war. wer jetzt heute genau diese tatsache ignoriert oder blöd hinterfragt, ist entweder meschugge oder schlicht ein dummerl. darfst's dir aussuchen.


Makronaut
00
29.6.2009, 14:52

bezeichnend, dass sie hier persönlich beleidigend werden müssen - das ist letzlich immer die zuflucht derer, die inhaltlich nicht mehr weiter wissen.

kann ja sein, dass das das normalste der welt war(!) (was zu wissen ich den leuten überlasse, die sich mit vereinswesen beschäftigen). ausnahmen gibts jedoch für alles.

aber wieso die frage "meschugge" oder "dumm" war, konnten sie immer noch nicht argumentieren.
-> siehe punkt eins.

kneißl hias
00
29.6.2009, 17:00

wüsste nicht wo ich innhaltlich nicht weiter weiß.
ok, ich hadere ein bisserl mit deiner bildung bzw. deinem angeblichen nichtwissen.
die frage finde ich mischugge, weil ich eben dieses unwissen nicht für möglich gehalten habe, oder eben dumm, wenn's jemand aus antisemitischen so formuliert, wovon ich wiederum eher ausgegangen bin.

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