Mittelalterliche Handschriften online

Stiftsbibliothek Herzogenburg stellt Werke ins Netz

Wien - Rund 800 Fotos aus der Stiftsbibliothek Herzogenburg sind nun online abrufbar: Sie zeigen Ausschnitte von mit künstlerischem Schmuck versehenen Handschriften sowie von sehr frühen Druckwerken, sogenannten Inkunabeln. Präsentiert werden sie mit Erläuterungstexten. Allerdings habe man noch nicht "zu jedem Objekt alle wissenschaftlich möglichen Register" gezogen, sagte Martin Roland von der Kommission für Schrift und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) anlässlich der Website-Präsentation. Das "Kurzinventar" solle auch zu weiterer Forschung anregen.

Es soll sowohl der Forschungsgemeinschaft wie auch allen Interessierten zur Verfügung stehen. Die allermeisten illuminierten Handschriften stammen aus der Zeit zwischen dem 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert, so Roland, der das Kurzinventar gemeinsam mit Armand Tif von der Universität Wien erstellt hat. Hinzu kommen Bilder von gedruckten Schriften aus der frühen Zeit des Buchdrucks, den Inkunablen. Sie kennzeichnen die Zeit seit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg während der 1450er Jahre bis hin zum Ende des Jahres 1500, so Roland. Danach seien die Frühdrucke entstanden.

Das Herzogenburger Kurzinventar ist im Internet abrufbar. Es ist sowohl als eigenständiges Produkt benutzbar sowie an die von Alois Haidinger (ÖAW) erstellte Datenbank zu allen in Österreich aufbewahrten Handschriften angebunden. (APA)

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