Gewichtskontrolle beugt Schwangerschaftsstreifen vor

27. Juni 2009, 09:00
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Sonst überdehnt sich das Gewebe - Faserrisse und Vernarbungen können die Folge sein

Hannover - Mit Gewichtskontrolle und Durchblutungsförderung lassen sich Schwangerschaftsstreifen zumindest teilweise vorbeugen. Gewichtszunahme im Normbereich schont während der Schwangerschaft das Bindegewebe und vermindert das Risiko, sagte der Präsident des deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring. 

Insgesamt gelten zehn bis 15 Kilogramm Gewichtszunahme über die gesamte Schwangerschaft als normal. Entscheidend sind Körpergröße und -gewicht vor der Schwangerschaft, der sogenannte Body-Mass-Index (BMI), wie Albring erklärte. Eine rasche Volumenzunahme führe zu einer Überdehnung des Bindegewebes, Faserrisse und Vernarbungen im Unterhautfettgewebe können die Folge sein.

Keine Garantie, dass Frauen verschont werden

Auch Durchblutungsförderung kann die Dehnungsfähigkeit der Haut unterstützen. Mit Gymnastik, Wechselduschen sowie Zupf- und Knetmassagen, die in der Frühschwangerschaft begonnen werden, können Frauen einen Beitrag leisten. "Allerdings sind Massagen leider keine Garantie dafür, von Schwangerschaftsstreifen verschont zu bleiben. Etwa jede dritte Schwangere muss mit solchen Hautveränderungen rechnen, die jedoch lediglich ein kosmetisches Problem darstellen", sagt der Gynäkologe.

Zuerst rot, dann weiß

Schwangerschaftsstreifen werden zunächst als rötliche, mehr oder weniger breite Streifen sichtbar, die sich meist auf Bauch, Brust, Po und Oberschenkeln abzeichnen. Diese Linien verblassen zwar nach einiger Zeit wieder, zurück bleiben jedoch helle Hautpartien. Frauen, die beispielsweise aufgrund einer genetischen Veranlagung ein schwaches Bindegewebe haben, sind besonders von Dehnungsstreifen betroffen. Auch Mehrlingsschwangerschaften und besonders große Babys erhöhen das Risiko. (APA/AP)

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