Helene Wastl-Programm in Innsbruck

26. Juni 2009, 12:41
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Innsbruck - Im Juni begann die Bewerbungsfrist für die vierte Runde des Helene Wastl Medizin Mentoring-Programms, das medizinspezifische Mentoring-Programm für Wissenschafterinnen an der Medizinischen Universität Innsbruck. Bewerbungen können bis Mitte Juli in der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung eingereicht werden.

Das von Personalvizerektorin Margarethe Hochleitner initiierte Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm soll die Karrierechancen von Frauen in der Medizin verbessern, den Anteil weiblicher Führungskräfte an der Medizinischen Universität erhöhen sowie die horizontale und vertikale Vernetzung von Frauen in der Medizin unterstützen. Der Blick auf die Geschlechterverteilung in der universitären Beschäftigungsstatistik zeigt, dass Frauen in den Führungspositionen nach wie vor deutlich in der Minderheit und solche Initiativen daher weiterhin notwendig sind.

Zielgruppe

Das Kernmodul Nachwuchswissenschafterinnen richtet sich primär an besonders ambitionierte und engagierte Ärztinnen in Facharztausbildung, Post-docs, PhD's und Habilitandinnen der Medizinischen Universität Innsbruck mit Interesse an einer akademischen Karriere. In einem internen, fachübergreifenden One-to-One Mentoring geben Frauen in Führungspositionen und mit Erfahrungsvorsprung als Mentorinnen im Rahmen einer formalisierten, zwei Semester dauernden Kooperationsbeziehung ihr persönliches und berufliches Erfahrungswissen an die Mentees weiter und beraten diese bei der persönlichen Karriereplanung.

Der Aufbau horizontaler Peer-Netzwerke unter den Mentees (und damit das Peer-Mentoring), die vertikale Vernetzung mit der individuellen Mentorin sowie die begleitende Teilnahme an laufbahnrelevanten Seminaren und Karrieretrainings runden das Angebot für den wissenschaftlichen Nachwuchs ab. Finanziert wurde das Programm in der Anfangsphase vom österreichischen Wissenschaftsministerium, dann ist die Übernahme durch die Universität geplant. Koordinatorin des Mentoring-Programms ist Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung.

Bewerbungen bis 22. Juli möglich

Neben den bestehenden Angeboten im Kernmodul Nachwuchswissenschafterinnen, wird es heuer wieder ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm zur Karriereförderung und Personalentwicklung geben, das nicht nur den Mentees, sondern allen interessierten Wissenschafter/Innen der Medizinischen Universität Innsbruck offen steht.

Im Programm-Modul "Information und Training" werden die zwei bestehenden Gesprächsreihen weitergeführt: zum einen die Karrieregespräche "Frauen.Karriere.Medizin", die durch das Sichtbarmachen erfolgreicher (weiblicher) Vorbilder und deren persönliche "Best-Practice-Empfehlungen" die Motivation für eine eigene Karriere bestärken sollen sowie Diskussionsveranstaltungen zu laufbahnrelevanten Themen. Außerdem wurde ein Helene Wastl Alumni Club aufgebaut, in dem die entstandenen Netzwerke nachhaltig gepflegt werden und der den Teilnehmerinnen auch als Expertinnenpool dienen soll. 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Medizinischen Universität Innsbruck mit Interesse an einer akademischen Karriere sind eingeladen, sich noch bis zum 22. Juli 2009 in der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung für eine Teilnahme am vierten Medizin Mentoring-Programm 2009 zu bewerben. Der Bewerbungsbogen und alle relevanten Informationen stehen auf der Website des Helene Wastl Medizin Mentoring-Programms zur Verfügung. (red)

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