Hörerhaltende Implantat-Chirurgie in Hannover

26. Juni 2009, 12:37
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Mit neuartiger Operationstechnik werden auch minimale Hörreste erhalten

Hannover - Mit einer neuartigen Operationstechnik können Cochlea Implantat(CI)-Operationen hörerhaltend vorgenommen werden. Minimale Hörreste bleiben so erhalten. Damit sind die Patienten in der Lage, künftige Chancen der technischen Weiterentwicklung und der möglichen Regeneration des Innenohrs zu nutzen, wie die Medizinische Hochschule Hannover in Deutschland kürzlich erklärte.

Bei bisherigen Operationen im Ohr sei ein möglicherweise vorhandenes Restgehör nahezu zwingend zerstört worden. Denn die beim Eingriff verwendete Elektrode habe bei der Einführung in die Gehörschnecke die restlichen Haarsinneszellen gestreift und damit funktionsunfähig gemacht, erläuterten die Experten der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Mit verkürzten Elektroden und deutlich verbesserten Operationstechniken werde dies umgangen. Damit sei ein neuer Standard für alle Cochlea-Implantationen eingeführt worden.

Die Patienten erhielten zudem sogenannte Hybrid-Geräte, eine Kombination aus Cochlea-Implantat und Hörgerät. Das Hörgerät übermittele die tiefen, das Implantat die hohen Töne. Der Patient höre damit auf elektronischem und auf akustischem Wege. Dies erleichtere das Verstehen von Sprache, die Wahrnehmung von Umweltgeräuschen sowie das Hören von Musik. (APA/AP/red)

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