Kenia verstärkt Grenzkontrollen

26. Juni 2009, 12:00
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Armee und Polizei in Alarmbereitschaft

Nairobi- Kenia hat die Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zu Somalia nach Drohungen islamischer Extremisten verschärft. Auch das Militär sei in erhöhter Alarmbereitschaft, berichtete die Zeitung "Daily Nation" am Freitag. Unter Hinweis auf Informanten im Militär hieß es, in einigen Kasernen sei den Soldaten der Urlaub gestrichen und eine erhöhte Sicherheitswarnung ausgegeben worden.

Im Nordosten Kenias erhielten Polizeistationen zusätzliche Beamte zugeteilt. "Wir sind wegen der Vorgänge in Somalia in Alarmbereitschaft", sagte ein Polizeichef in Wajir. "Unsere Patrouillen wurden intensiviert und ausgeweitet."

Seit Anfang Mai kämpfen Regierungstruppen und radikalislamische Milizen in Somalia in den schwersten Auseinandersetzungen seit langem. Die in Bedrängnis geratene Regierung in Mogadischu hat die Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft am vergangenen Wochenende um zügige militärische Intervention gebeten. Ein Sprecher des US-Außenministeriums hatte am Donnerstag bestätigt, dass die USA der Übergangsregierung Waffen geliefert hätten. Es wird erwartet, dass die Lage in Somalia auch auf dem am Montag beginnenden Gipfel der Afrikanischen Union (AU) im libyschen Sirte diskutiert wird.

Die radikalislamische Al-Shabab-Miliz, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, hat die Nachbarländer Somalias und vor allem Kenia vor einer Intervention gewarnt und mit Anschlägen auf Ziele in Kenia gedroht. (APA/dpa)

 

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