UNO-Sondergesandter führt Gespräche mit Militärjunta

27. Juni 2009, 09:41
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Kein Treffen zwischen Gambari und Oppositionsführerin Suu Kyi geplant

Rangun - Der UNO-Sondergesandte Ibrahim Gambari hat bei einem Besuch in Burma Gespräche mit Vertretern der Militärjunta geführt. Wie aus Regierungskreisen verlautete, sollte der nigerianische Diplomat am Samstag am Regierungssitz Naypyidaw zudem mit Außenminister Nyan Win zusammenkommen. Weitere Treffen mit hochrangigen Vertretern der Militärregierung oder Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi seien derzeit nicht geplant.

Gambari war am Freitag in dem südostasiatischen Land eingetroffen. Er sollte bei der zweitägigen Reise einen möglichen Besuch von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in Burma vorbereiten, der nach Angaben aus UNO-Kreisen in New York Anfang Juli stattfinden könnte. Ban und Gambari haben sich bereits mehrfach für eine Freilassung Suu Kyis und anderer politischer Gefangener eingesetzt.

Suu Kyi verbrachte mehr als 13 der vergangenen 19 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Derzeit wird ihr von der burmesischen Junta erneut der Prozess gemacht, weil sie vor einigen Wochen während des Hausarrests Besuch von einem US-Bürger erhielt, der durch einen See zu ihrem Haus geschwommen war. Die Friedensnobelpreisträgerin muss nun mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe rechnen. Damit könnte sie nicht an den Wahlen in Burma teilnehmen, die von der Junta für das kommende Jahr angekündigt wurden. (APA/AP/dpa)

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