Wende in US-Umweltpolitik

Historisches Klimaschutzgesetz verabschiedet

27. Juni 2009, 08:18

Repräsentantenhaus beschloss Paket mit knapper Mehrheit - CO2-Ausstoß soll bis 2020 unter das Niveau von 2005 fallen

Washington - Die von US-Präsident Barack Obama versprochene Wende in der US-Klimapolitik nimmt Gestalt an: Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am Freitagabend (Ortszeit) nach heftigen Auseinandersetzungen ein als historisch eingestuftes Klimaschutzgesetz. Mit knappen 219 gegen 212 Stimmen wurde ein Gesetzespaket beschlossen, das erstmals in den USA bindende Obergrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid festlegt. CO2 gilt als Hauptverursacher des Klimawandels. Über das Gesetz, das von Obama massiv unterstützt wurde, muss noch der Senat - vermutlich im Herbst - abstimmen.

Kern des Klimaschutzgesetzes ist eine Reduzierung der Emissionen bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent unter das Niveau von 2005. Dazu soll ein System eingeführt werden, das dem innerhalb der Europäischen Union ähnelt. Mit einem sogenannten "cap and trade" können Unternehmen mit höherem und niedrigerem Schadstoff-Ausstoß untereinander mit Emissionsrechten handeln. Das Gesetz markiere einen "fundamentalen Wandel" in der amerikanischen Klima- und Energiepolitik sei das "wichtigste Umweltschutzgesetz" in der US- Geschichte, meinte der demokratische Abgeordnete Ed Markey (Massachusetts), einer der Autoren des Gesetzes.

Obama ruft persönlich an

Obama hatte die Abgeordneten am Donnerstag noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, die Vorlage zu verabschieden. Noch während der Debatte am Freitag hatte Obama mit Abgeordneten telefoniert, um sie für das Gesetz zu gewinnen. Schließlich stimmten 43 Demokraten gegen das Gesetz, acht Republikaner allerdings dafür. Unmittelbar nach dem historischen Votum sprach Obama anerkennend von einem "gewichtigen und notwendigen Schritt" und forderte den US-Senat auf, bald zu handeln.

Die meisten Republikaner und einige Demokraten fürchten gravierend negative Auswirkungen des Gesetzes auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Preise für Benzin und Elektrizität. Der Führer der Republikaner im Abgeordnetenhaus, John Boehner (Ohio), warnte vor einem "bürokratischen Alptraum"; Energie werde teurer, aber die Energieprobleme des Landes würden nicht gelöst. Das Gesetz werde letztendlich 2,5 Millionen amerikanischer Arbeitsplätze gefährden. Das Gesetz gefährde "Lebensstandard und Lebensqualität" der Amerikaner, meinte der republikanische Frank Lucas (Oklahoma).

"Millionen grüner Arbeitsplätze"

Die Demokraten glauben dagegen, dass mit der Kehrtwende in der Klimapolitik "Millionen grüner Arbeitsplätze" vor allem in der alternativen Energiebranche entstehen werden. "Es geht um Jobs, Jobs, Jobs", betonte die demokratische Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, kurz vor der entscheidenden Abstimmung.

Erst nach zähem Ringen und Kompromissen war es der demokratischen Führung in der Kongresskammer gelungen, genügend Parteifreunde auf ihre Seite zu ziehen. Im Zuge der Auseinandersetzungen und des Feilschens war der zur Abstimmung vorliegende Entwurf auf 1.200 Seiten angeschwollen.

"Wir haben erlebt, dass unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unsere nationale Sicherheit aufs Spiel setzt. Wir haben erlebt, dass sie die Luft, die wir atmen, verschmutzt und unseren Planeten gefährdet", sagte Obama. "Nun ist es Zeit für uns, die Führung zu übernehmen." (APA/dpa/Reuters)

Kommentar posten
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Charles Duchemin
02
28.6.2009, 23:16
Noch ein paar Jahre Wirtschaftskrise und der CO2 Ausstoss sinkt

ganz ohne gesetzliche Maßnahmen auf dieses Niveau

F S 3
34
28.6.2009, 17:56
Und kaum einer hat's gelesen…

…Wer sich die über 1.000 Seiten antun möchte (ie Mehrheit des Kongress hat es NICHT gelesen!) wird hier verwirrt:
http://www.rules.house.gov/111/LegTe... 54_sub.pdf

Wie schon beim Patriot Act, der nächste Mühlstein am Halse der wacklicgen Freiheiten Amerikas, der zwar eine willkommene Bereicherung für Manche darstellen kann (soferne der Senat sein OK gibt), aber bei weitem keinerlei "Umweltschutz" grantiert, wie es aus der populistischen PR des CO2-KULTS dazu lautet:
http://derstandard.at/?url=/pli... 9/13359712

siewerl
 
30
28.6.2009, 17:51
physik

weil ja einige "klimarealisten", immer mit der physik "argumentieren":

ein echter physiker:
http://www.br-online.de/br-alpha/... 229258.xml

Klaus Ermecke
 
01
29.6.2009, 13:58
"ein echter physiker: "

... ha'm Sie schon mal einen in natura gesehen?

siewerl
 
20
29.6.2009, 17:10
@Klaus Ermecke

ah, der herr lesch ist also eine animation, oder wie?

ich weiß, dein credo ist: was ich nicht verstehe; vereinfache ich solange bis ich es begreife. (nur offensichtlich ist physik für den kleinen geist eines Hr. Ermecke eben nicht geeignet)

du kannst deine theorie noch 100mal wiederholen, mit physik hat dieses nichts zu tun.

ps: diskutieren heißt: auf die argumente - und pass auf, jetzt kommt es - der anderen eingehen (dies forderst du ja auch oft in deine postings); also halte dich an deine eigenen forderungen. du wirst ja genau sooft widerlegt wie du sie wiederholst. was ist nun mit deiner antwort auf co2, salzwasser, korallen und krustentieren.

ich warte: hier könntest du einmal zeigen, daß man mit dir diskutieren kann!

Wirtschaftsminister
21
28.6.2009, 16:44
Wo bleibt Berlakovich

Jetzt ist es aber hoch an der Zeit von Minister Berlakovich sein lange angekündigtes Klimaschutzgesetz ebenfalls zu verabschieden

asinus
22
28.6.2009, 13:19

Das Problem ist, dass in den USA die Energiequote pro Einwohner so groß ist, und dass es sehr schwer ist, von einem bisher erreichten Niveau im Lebensstandard wieder runterzukommen. Das könnte nur durch intensive Umwelterziehung geschehen, denn durch Druck geht da meistens wenig bis gar nichts.
Immerhin, ein Anfang?

a grünes stricherl
 
10
28.6.2009, 13:43
ein erster schritt

und das ist gut so.

Kirili
47
28.6.2009, 12:06

ich finde es schade, dass es so viele menschen gibt denen die tatsache dass wir unseren eigenen lebensraum verschmutzen und auf kosten anderer lebewesen leben, nicht genügt um umzudenken und den wundervollen planeten auf dem wir leben zu schützen!
es braucht erst einen bewiesenen von menschen (mit)verursachten klimawandel und selbst dann zweifeln einige von Ihnen noch daran, dass es nötig ist den eigenen lebensraum mit mehr respekt zu behandeln!

blubblub
45
28.6.2009, 13:05
Das wir unseren Lebensraum verschmutzen

stelle ich nicht in Frage.
Allerdings sehe ich die Schuld nicht an den Treibhausgasen.
Ich würde es sinnvoller finden, mal etwas gegen die abholzung des Regenwaldes zu unternehmen. Es gibt mittlerweile genug alternativen zu Regenwaldholz.
Oder eine alternative zu den Millionen Plastikflaschen die täglich durch die Regale wandern, die mehrere 100 Jahre brauchen um zu verrotten. Auch hierzu gäbe es bereits genug alternativen.
Aber das passt halt der Öllobby nicht.

Dieses neu beschlossene Gesetz dient lediglich dazu den beliebtheitsgrad von Obama zu steigern.

luquas
00
28.6.2009, 13:25
"...mal etwas gegen die abholzung des Regenwaldes zu unternehmen..."

Ich finde es ja immer wie lustig, wie die Europäer - und hier speziell die Deutschen und die Österreicher - ihre Sicht der Dinge als die einzig richtige darzustellen versuchen. Gegen alle Vernunft zum Teil.
Sie rufen hier nach Maßnahmen gegen die Abholzung des Regenwaldes und vergessen dabei, dass Europa das ist was es ist, gerade WEIL wir unseren Urwald gerodet haben. Zu 99,9 %. Und jetzt dieses Recht allen anderen weltweit für alle Zeiten verwehren? So wird das nix mit der Rettung des Planeten. Das ist dumm!

her wig
01
28.6.2009, 17:56

In manchen Gegenden Europas, Spanien z.B., hat man tatsächlich viel abgeholzt, wo dann eine ziemlich karge Gegend zurückgeblieben ist. In Ö. eher weniger, da ist die Zersiedelung problematischer...

Egal, es geht jedenfalls darum, was man auf dem Boden macht bzw. machen kann. Manche sind tatsächlich für Wald am besten geeignet,... Das Problem ist wenn kein Kultivierungs- sondern ein Ausbeutungsprozess statt findet.

Und letzteres ist noch recht oft der Fall, nicht nur im Regenwald.

blubblub
03
28.6.2009, 13:41

äh...
wann haben wir 99,9% unseres Waldes gerodet? Dafür steht noch ziemlich viel. Überall wo ich hinschau.
Bei uns muss man auch neue Bäume pflanzen wenn man alte rodet. Somit wirds auch nicht wirklich weniger.

Das läuft da unten anders. Nachgepflanzt wird nur Soja.
Man muss es auch nicht jedem verbieten. Wenn wieder nachgepflanzt wird wäre es schon nicht mehr so ein Problem.

Und was meinen Sie mit "Gegen alle Vernunft zum Teil"?
Was ist denn am roden vernünftig, dass sie hier die Gegner als unvernünftig darstellen?

Wenn sie keinen Bezug zu der Materie haben, schreiben sie besser nichts. Nichts für ungut.

Ich weiss schon wovon ich rede da ich schon einige Male vorort war.

luquas
10
28.6.2009, 20:03

Ich bezweifle stark, dass Sie "vorort" waren, denn Ich rede nicht von der Gegenwart, sondern von den Anfängen Europas. Dass Europa dabei ein Gebiert von Wäldern, Sümpfen und Tundren war, werden Sie wohl nicht bestreiten. Roden war demnach vernünftig, um Europa überhaupt besiedeln zu können und die Siedler zu ernähren. Bäume kann man nämlich nicht essen. Ich mag in der gegenständlichen Materie kein Fachmann sein, aber in der Schule hab ich aufgepasst. Und dass ich mit meinem Vorwurf richtig liege, dass speziell DE und AT glauben die einzige Umwelt-Wahrheit zu besitzen, beweist Ihre hirnlos agressive Antwort eindrücklich. Ebenfalls nichts für ungut.

murph
00
28.6.2009, 16:49

luquas hat schon recht. es gibt in europa faktisch keinen urwald mehr, sondern nur wiederaufgeforstetes gebiet.
österreich: 3,9 mio hektar wald, 500 ha davon sind urwald, das sind 0.01 %.

dass die wiederaufforstung mit bäumen anstatt mit soja erfolgte, ist natürlich ein anderes kapitel.

JAXCUBE
44
28.6.2009, 12:59
IPCC immer für einen Lacher gut

...üppige Pflanzenwuchs ging immer ein CO2 Anstieg vorraus.
...dem CO2 Anstieg ging immer die Temperaturerhöhung vorraus und nie umgekehrt!

CO2 Schwindel Teil1 - 5

Datenfälschung des IPCC auf tiefstem Niveau,...

www.epochtimes.de/articles/... 04126.html

...kleine Kirili, wenn wir aus irgendeinem Grund daraufgehn sollten, dann sicher nicht aus diesem, an deiner Stelle würd ich mir ne Sommerjacke zulegen, bleibt wohl ziemlich kalt dieser Sommer

Klaus Ermecke
 
63
28.6.2009, 12:34
Jetzt steigen Sie mal ab von Ihrem esotherischen Podest

Wenn Politiker von der "Notwendigkeit des Klimaschutzes" reden, dann geht es in Wirklichkeit darum, a) eine grünreligiöse Klientel zu umschmeicheln und b) den Widerstand der Bevölkerung gegen immer neue staatliche Regulierungen und Abzocke zu unterminieren.

Was uns an unserem Lebensraum stets emotional bewegt, ist der Blick in die grüne Natur. Nur - falls es Ihnen noch nicht bewußt geworden sein sollte - das Grün, das Sie dort sehen, ist die Farbe der Chloroplasten, von pflanzlichen Zellorganellen, die gierig darauf warten, das nächste CO2-Molekül verspeisen zu können! CO2 ist nicht nur Teil der Natur, sondern seine Grundlage überhaupt!

Wer CO2 in der Luft für einen Schadstoff hält, offenbart vor allem eins: Bildungsmängel!

siewerl
 
32
28.6.2009, 14:27
@Klaus Ermecke

möchte mich nun endgültig bei dir bedanken. du hast mir die augen geöffnet. bis heut war ich klimahysteriker, aber der argumentativen wucht deiner postings konnte auch ich mich nicht erwehren.

etwas hatte natürlich auch das UFO, das mich heute nacht entführte damit zutun.

nun sollte die menschheit schulter an schulter mit den (selbsternannten) "klimarealisten" gegen die außerirdischen (klimahysteriker) kämpfen. denn die körperfresser sind da.

ps: übrigens spitzen argumente deiner seits zum korallen und krustentier problem. danke weiter so (muß ich hier nun so ein "ironiedings" dazumachen).

co2 ist so gesund, ich streich mir gleich mal ein brot, holari holaro.

Klaus Ermecke
 
02
28.6.2009, 22:28
Aus dem Ufo zurück

Ich freue mich mit Ihnen über Ihre Erlebnisse im Weltall, und sobald sich Ihre Euphorie gelegt hat, kommen Sie dann ja auch bestimmt mit einem Sachargument!

siewerl
 
10
28.6.2009, 23:56
Sachargument!

für was für sachen willst du denn argumente?

nimm einfach die argumente eines physikers:
http://www.br-online.de/br-alpha/... 229258.xml

wird deiner meinung wahrscheinlich ein scharlatan. na ja.

Kirili
30
28.6.2009, 13:39
nein danke, da steh ich gut

dann erklären Sir mir bitte wie immer weniger Bäume und Pflanzen mit immer mehr co2 fertig werden sollen!

Klaus Ermecke
 
33
28.6.2009, 13:59
Biobuch lesen

1. Die Biomasse auf der Nordhalbkugel ist in den letzten Jahrzehnten laufend angestiegen - sie geht keineswegs zurück. In Deutschland haben sich die Wälder ausgeweitet.

2. Pflanzen sind mit dem inzwischen (im erdgeschichtlichen Maßstab) erreichten NIEDRIGEN CO2-Pegel deutlich unterversorgt. Bekommen sie mehr, wachsen sie viel schneller (das Vorhandensein von Wasser und Mineralien vorausgesetzt).

3. Die "Oberregulierung" des CO2-Gehalts der Luft kommt von den Ozeanen, a) durch Henrys Gesetz und b) eine Vielzahl mineralogischer Prozesse im Wasser. Diese sind nach meiner Kenntnis bisher quantitativ in keiner Weise verstanden, was m.E. die gesamte Debatte über die CO2-Luftanteile "luftleer" werden läßt.

wahrheiten
11
28.6.2009, 14:38

In Indonesien werden sobald die WWK vorbei ist, Millionen ha Walt gerodet für unseren "Biosprit", das Wort Bio(Leben) wird hier missbraucht. Und in Brasilien ist die Regierung nicht besser. Die haben dann 100 Mio ha für die Ethanolerzeugung. Mehr als Deutschland landwirt. Quelle besitzt. Die paar Bäumchen die wir pflanzen sind zur Gewinnensberuhigung und dass wir unseren Kinder in die Augen schauen können.

moejoe187
22
28.6.2009, 12:49
Haben sie schon mal von dem Sprichwort

"Die Menge machts aus" gehört? Oder meinen sie die Umweltverschmutzung allgemein passiert nur durchs CO2? Ein Anfang ist es allemal, ich bin froh das nicht mehr Leute vom Schlag wie Bush (und sie scheinen auch dazuzugehöeren) über die Zukunft der Menschheit entscheiden, sondern etwas intelligentere Leute, die auch die Gefahren des Klimawandels schon erkannt haben....die Republikaner sind einfach lächerlich wenn sie sagen das 2,5 Millionen Jobs in Gefahr sind, wenn nichts unternommen wird ist das Menschenleben von noch viel mehr Amerikanern bw. von allen Menschen in Gefahr.....nicht unsere Generation aber vielleicht schon die übernächste

Klaus Ermecke
 
33
28.6.2009, 13:32
Drehen im Kreis

Lassen Sie uns beim Thema bleiben: Die Klimadiskussion ist ein ideologischer Feldzug, dessen Credo "CO2 ist böse, der Mensch ist böse, laßt uns alle zahlen" lautet.

Ihr moralisierendes Lamento über politische Figuren in den USA geht hier am Thema vorbei. Die allein entscheidende Frage ist die, ob Änderungen im CO2-Gehalt der Luft irgendwie schädlich sind. Dazu lese ich jeden Tag immer neue Behauptungen, nur gibt es keinen Beweis, weder durch Messungen in der Natur, noch im Labor. Kein Wunder, weil es im Gegenteil gute theoretische und experimentelle Widerlegungen gibt.

Mir ging es oben darum, daß CO2 kein Luftschadstoff ist, sondern die Pflanzen es brauchen. Darauf waren Sie gar nicht eingegangen.

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