Schweden ist dagegen

25. Juni 2009, 19:17
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Strafmaßnahmen als Antwort auf die Unruhen könnten auch kontraproduktiv sein, sagt der schwedische Ministerpräsident

Stockholm - Die schwedische Regierung hat als künftige Ratsvorsitzende der Europäischen Union vor Sanktionen gegen den Iran wegen der Auseinandersetzung um die Präsidentenwahl gewarnt. Solche Strafmaßnahmen könnten als Antwort auf die gewaltsamen Unruhen im Zuge der umstrittenen Präsidentenwahl auch kontraproduktiv sein, sagte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt am Donnerstag.

"Meine Sorge ist, dass das Gerede von Sanktionen und das Gerede über eine härtere Gangart von der iranischen Führung als Vorwand genommen werden könnten, um die Stimme des iranischen Volkes erst recht zu ignorieren", sagte er. Die EU sollte daher vorerst nicht über Sanktionen gegen die Islamische Republik diskutieren. Schweden übernimmt in der kommenden Woche den EU-Ratsvorsitz.

Bei den Protesten im Iran gegen die offizielle Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind in den vergangenen zwei Wochen nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens 20 Menschen getötet worden. Oppositionskräfte sprechen von deutlich mehr Toten. (Reuters)

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