Fetter Deal für Kultklub Union

25. Juni 2009, 14:37
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Berliner kassieren von Sponsor 10 Millionen Euro - ISP unterstützt Verein auch im Stadion-Bereich und bei Transfer-Aktivitäten

Berlin - Der 1. FC Union Berlin, Aufsteiger in die zweite deutsche Fußball-Liga, hat einen großzügigen Mäzen gewonnen. Am Donnerstag präsentierten die Hauptstädter mit International Sport Promotion (ISP) einen neuen Hauptsponsor: Jährlich wird die weltweit agierende und bei der Chamber of Commerce in Dubai eingetragene Firma Union mit zwei Millionen Euro unterstützen. Der Vertrag läuft fünf Jahre.

Zum Vergleich: In der abgelaufenen Bundesliga-Saison mussten die Absteiger Ernergie Cottbus (1,0 Mio. Euro), Arminia Bielefeld (1,5) und Karlsruhe SC (1,65) mit weniger Sponsoren-Geldern auskommen. Die erst im Jänner gegründete ISP ist Teil eines Konsortiums, das weltweit in verschiedenen Unternehmensbereichen agiert. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören Umwelt-Management, Rohstoff-Erschließungen sowie regenerative Energien im arabischen und afrikanischen Raum.

Auch in der Stadionbetreibergesellschaft und bei den Transfer- Aktivitäten wird ISP Union unterstützen. Für die nächste Woche ist das Probetraining von drei Brasilianern und einem Chilenen im Stadion "Alte Försterei" angekündigt, für die ISP die Transferrechte besitzt.

Verein bestimmt das Tempo

„Wir verstehen die ISP als strategischen Partner, der die Entwicklung des Vereins mittelfristig begleiten und beim Erreichen unserer Ziele unterstützen wird. Die uns zur Verfügung stehenden Mittel werden wir zu gleichen Teilen in verschiedenen Bereichen des Vereins einsetzen. Natürlich wird ein Teil unmittelbar in den sportlichen Bereich investiert, wir werden die Infrastruktur weiter verbessern und wir werden auch den Abbau von Verbindlichkeiten vorantreiben“, konkretisiert Union-Präsident Dirk Zingler die Planungen für die kommende Saison. „Die Basis unserer Zusammenarbeit ist, dass der Verein das Tempo der Entwicklung bestimmt. Unser Anspruch, die Menschen, die Union schon lange begleiten auf diesem Weg mitzunehmen, war die Grundvoraussetzung für den Vertragsabschluss.“
"Es bleibt allein unsere Entscheidung, was wir mit dem Geld machen. Es gibt keinen Druck vom Sponsor, dass wir in zwei Jahren in die Bundesliga aufsteigen müssen", versicherte Union-Präsident Dirk Zingler. (red/APA/dpa)

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