40.000 Schüler nicht aufstiegsberechtigt

25. Juni 2009, 14:01
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An Handelsschulen erreicht ein Fünftel nicht das Klassenziel - In Wien gibt die meisten nicht aufstiegsberechtigten Schüler

Wien - Von den rund 1,2 Mio. Schülern, die in den nächsten beiden Wochen (3. Juli in Wien, Niederösterreich und Burgenland, 10. Juli die restlichen Bundesländer) in die Ferien starten, werden knapp vier Prozent (41.700) nicht aufstiegsberechtigt sein, rund zwei Drittel davon wiederholen die Klasse. Ein Prozent der Schüler, rund 12.500, kann trotz Nicht Genügend im Zeugnis in die nächsthöhere Klasse aufsteigen, wie aus der Schulstatistik von Statistik Austria (Daten: 2006/07) hervorgeht.

Kaum Sitzenbleiber in Volksschule

Den größten Anteil an Schülern, die das Klassenziel nicht erreichen, gibt es an den Handelsschulen (20,4 Prozent), gefolgt von den Oberstufenrealgymnasien (13,1 Prozent nicht aufstiegsberechtigt) und den höheren technischen Lehranstalten (HTL; 11,3 Prozent). Fast jeder zehnte Schüler an Handelsakademien (HAK; 9,9 Prozent) bzw. Polytechnischen Schulen (9,3 Prozent) darf wegen einem oder mehreren "Nicht Genügend" nicht in die nächsthöhere Klasse. An den Volksschulen gibt es erwartungsgemäß kaum Klassenwiederholungen, nur 0,6 Prozent müssen eine Ehrenrunde drehen. An den Hauptschulen ist es ebenfalls nur ein sehr geringer Anteil (1,6 Prozent).

Wien und Vorarlberg Spitzenreiter

Während es bei der Schulerfolgsquote kaum Unterschiede zwischen Geschlechtern gibt, variieren die Zahlen nach Bundesländern teils beträchtlich. Den größten Anteil an nicht aufstiegsberechtigten Schülern gibt es - quer über alle Schulformen - in Wien: An den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) ist etwa im Österreich-Schnitt gut jeder Achte (11,8 Prozent) nicht aufstiegsberechtigt, in Wien ist es jeder Fünfte (21,2 Prozent). An den Hauptschulen fallen in Wien mit 3,7 Prozent mehr als doppelt so viele Schüler durch wie bundesweit, überdurchschnittlich viele sind es auch in Vorarlberg (2,1 Prozent). Verhältnismäßig wenige (potenzielle) Sitzenbleiber gibt es an den Hauptschulen im Burgenland (0,4 Prozent), der AHS-Unterstufe in Niederösterreich (3,1 Prozent), der AHS-Oberstufe in Salzburg (7,5 Prozent), den BMS und BHS in der Steiermark (7,8 bzw. 7,4 Prozent). (APA)

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