Gasbörse soll im Herbst starten

25. Juni 2009, 13:33
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Clearinghaus ECC wird abrechnen - Handel erfolgt über Wiener Börse

Wien - Das Clearinghaus European Commodity Clearing AG (ECC) wird die Abrechnung (Clearing und Settlement) für die voraussichtlich im Herbst 2009 startende Gasbörse in Österreich übernehmen. Der Handel wird über die Wiener Börse ausgeführt. Lieferpunkt ist der Central European Gashub (CEGH), teilte die Wiener Börse am Donnerstag mit. Der Gas-Hub Baumgarten unweit von Wien ist die wichtigste Drehscheibe für russisches Erdgas, schon seit längerer Zeit heißt es, dass sich die Handelsplattform zu einer Gasbörse entwickeln soll.

Der CEGH ist derzeit noch eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der OVM Gas & Power GmbH. In Zukunft sollen - vorbehaltlich der wettbewerbsrechtlichen Zustimmung der EU-Kommission - die OMV Gas & Power und Gazprom Germania GmbH jeweils 30 Prozent am CEGH halten, die Wiener Börse und die zu Gazprom gehörende Centrex Europe Energy & Gas jeweils 20 Prozent.

Der Gashub CEGH stellt internationalen Gasunternehmen eine Plattform zur Abwicklung ihrer Gashandelsaktivitäten in Baumgarten und anderen Grenzpunkten des österreichischen Netzes - beispielsweise Oberkappel oder Überackern - zur Verfügung. Im Vorjahr hat der CEGH ein Handelsvolumen von 15 Milliarden Kubikmeter erreicht und sich damit "als einer der größten Gas-Hubs in Kontinentaleuropa" platziert, heißt es. (APA)

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