EU-Standardisierung für "Bio" in Gastronomie

25. Juni 2009, 13:32

EU-Bio-Verordnung tritt ab 1. Juli in Kraft - Beseitigung irreführender Angaben - Mindestens 95 Prozent müssen Bio-Bestandteile sein

Wien - Wer im Restaurant ein Bio-Gemüselaibchen bestellt, soll künftig eine Garantie haben, dass die Bestandteile auch wirklich biologisch gewachsen sind. Ab 1. Juli gelten erstmals standardisierte Vorschriften für die Auslobung von "Bio" in der Gastronomie und in heimischen Großküchen. Das berichtet die Organisation Bio Austria. Grundlage für den Standard ist die EU-Bio-Verordnung.

Mindestens 95 Prozent "Bio"

Die Einführung wurde 2008 von der im Landwirtschaftsministerium angesiedelten "Unterkommission Bio" (UK-Bio) beschlossen. Der Regelung zufolge darf ein Wirt in Zukunft seine Lasagne nur dann als "Bio" bezeichnen, wenn das für mindestens 95 Gewichtsprozent der Bestandteile zutrifft. Zutaten können auch pauschal als "Bio" angepriesen werden ("alle Kartoffel").  Ein Bio-Gasthof oder -Hotel darf sich so bezeichnen, wenn die Arbeitsgänge der EU-Verordnung entsprechen. Bei ausnahmsweiser Verwendung konventioneller Zutaten muss in der Speisekarte darauf hingewiesen werden.

Irreführende Angaben eindämmen

Ziel sei es einerseits, irreführende Angaben in diesem Bereich einzudämmen, heißt es in der Aussendung. Zum anderen soll damit die unabhängige Kontrolle "als zentrales, vertrauensbildendes Element der Bio-Landwirtschaft" ausgedehnt werden. Im Gegensatz zu den produzierenden Betrieben gab es bisher für die Verpflegungseinrichtungen keine verpflichtenden Standards. Die von der "UK-Bio" im Sommer 2008 "einstimmig" beschlossenen Kriterien beruhen den Angaben zufolge auf den Regelungen der EU-Bio-Verordnung. Die Entscheidung der Ausdehnung auf den Gastrobereich sei jedoch eine nationale. (APA)

lalle laller
10
26.6.2009, 12:22
bio

ist meiner meinung nach die größte konsumententäuschung überhaupt. überall sieht man plakate mit schweinchen und kühen im grünen. in wirklichkeit hat der großteil der österreichischen biokühe noch nie eine weide gesehen.

yotix
 
01
26.6.2009, 13:55

... AFAIK müssen die Bauern ihre Rinder eine Zeitlang ins Freie lassen; aber nicht jeden Tag.
Aber es macht IMO schon durchaus einen Unterschied, ob die im Stall gehaltenen Viecher "bio" mit Heu, Gras, Silage, irgendwelchen zerkleinerten Pflanzen halt gefüttert wird - oder mit einer Raiffeisen-Mischung aus Wachstumshormonen, Tiermehl und Antibiotika.

lalle laller
00
26.6.2009, 14:22
nonsense

sie müssen auslauf haben. das stimmt. aber die meisten lassen sie am beton herumgehen.
es gibt etliche bauern die ihre viecher nicht mit tiermehl, antibiotika oder silage füttern. das sind nur meist keine biobauern. informieren. im übrigen ist soja auch bei bio erlaubt.

sixela
00
28.6.2009, 22:47

Warum sollte Soja bei Bio nicht erlaubt sein? Sagen Sie jetzt nicht wegen der Gentechnik...

[ y c a r u ]
 
00
26.6.2009, 14:01

respektive brasilianisches soja

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