Nur Minderheit rechnet mit spürbaren Wachstum

25. Juni 2009, 12:51
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Ein Drittel rechnet mit Rückgang der Honorareinnahmen - Öffentliche Ausschreibungen nur für wenige ein Thema

Nur noch eine Minderheit rechnet mit einem spürbaren Wachstum der Honorarumsätze, während die übrigen konstante und sogar rückläufige Honorarumsätze erwarten, so ein Ergebnis einer von PRVA und PR Quality Austria (PRQA) gemeinsam mit IGF Institut für Grundlagenforschung durchgeführten Branchenumfrage unter den im PRVA organisierten PR-Agenturen. 2008 prognostizierten noch drei Fünftel (60 Prozent) der Agenturen eine Steigerung der Honorarumsätze, 2009 waren es nur mehr ein Fünftel (21 Prozent). Und: Fast drei Viertel jener, die eine Steigerung der Honorarzuwächse erwarten, rechnen mit einem geringen Wachstum von bis zu 10 Prozent. 

Ein Drittel rechnet mit Rückgang der Honorareinnahmen

Ein Drittel der befragten Agenturen (33 Prozent) rechnet für 2009 mit einem Rückgang der Honorareinnahmen um durchschnittlich 20 Prozent.  "Offensichtlich geht die allgemeine Konjunkturentwicklung auch an den PR Agenturen nicht spurlos vorbei. Wie stark Agenturen von diesen Auswirkungen betroffen sind, hängt offensichtlich sehr stark vom jeweiligen Leistungsportfolio und den Branchen ab, für die Agenturen arbeiten", so Sigrid Krupica, Leiterin der Agenturengruppe im PRVA und Peter Hörschinger, PRVA Vizepräsident.

Erfolgsfaktoren

Auf die Frage, welche Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf den zukünftigen Erfolg von PR-Agenturen haben, ergibt  sich folgende Reihung (Skala 1 = kein wesentlicher Einfluss, 10=sehr hoher Einfluss):

  • Allgemeine Konjunkturentwicklung (Mittelwert 7,3)
  • Kostendruck von Kundenseite (7,2)
  • Image der PR (7,0)
  • Web 2.0, Podcast & Online-Know-how (6,9)
  • Dumping-Angebote des Mitbewerbs (6,4)
  • PR greift nach anderen Budgets (6,2)

Peter Hörschinger: "Die österreichischen PR-Agenturen haben im letzten Jahr offensichtlich das Potenzial der Digital PR erkannt und entdeckt. Gleichzeitig bestätigt dieses Ergebnis auch die internationale Entwicklung, wonach PR-Agenturen mit einem breiten Leistungsspektrum auch nach anderen und zusätzlichen Budgets greifen". Das sei gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten eine große Chance.

Kundenbindung, Mitarbeitermotivation und Ertragslage

Auf der Prioritätenliste der österreichischen PR-Agenturen stehen derzeit das Halten bestehender Kunden, die Mitarbeitermotivation, die Sicherung der Ertragslage, das Halten des Schlüsselpersonals, die Gewinnung neuer Kunden und das Qualitätsmanagement an der Spitze.

Öffentliche Ausschreibungen nur für wenige ein Thema

Öffentliche Ausschreibungen sind für die Mehrheit der Agenturen kein wirkliches Thema. Nur zehn Prozent der befragten Agenturen geben an, an zumindest jeder vierten passenden Ausschreibung teilzunehmen. 90 Prozent nehmen an weniger als 25 Prozent der möglichen Ausschreibungen teil.  Als häufigster Gründe für die Nichtteilnahme wird die Vermutung genannt, dass Ausschreibungen "auf bestimmte Agenturen zugeschnitten" seien, dahinter folgt der "zu große Aufwand" in Relation zu den "geringen Erfolgsaussichten" sowie die häufig "zu eng definierten Bedingungen". (red)

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