Gerry Weber mit sattem Plus

25. Juni 2009, 12:05
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Dem deutschen Modekonzern Gerry Weber laufen in der Wirtschaftskrise verstärkt Kundinnen von Luxusherstellern zu

Düsseldorf - Die Kundinnen von Luxusherstellern verhalf dem Konzern aus Halle in Westfalen im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2008/09 zu deutlichen Gewinn- und Umsatzsteigerungen. Er bekräftigte am Donnerstag zugleich seine Jahresprognose, die das Management im März allerdings noch leicht zurechtgestutzt hatte.

"Wir haben es trotz der globalen Wirtschaftskrise geschafft, in allen Bereichen ein sattes Plus zu erzielen", bilanzierte Vorstandschef Gerhard Weber. Das Unternehmen gewinne "zunehmend die Kundinnen, die das Luxussegment verliert".

Konzernumsatz legt zu

Der Konzernumsatz legte in den ersten sechs Monaten (per Ende April) des Geschäftsjahres 2008/09 auf 292,3 (Vorjahreszeitraum: 268,5) Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um fast ein Viertel auf 29,5 Mio. Euro, der Überschuss um knapp 17 Prozent auf 18,6 Mio. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiter mit einem Konzernumsatz von "mindestens" 600 Mio. Euro und einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von zwölf Prozent.

Im laufenden Geschäftsjahr sollten 100 neue "Houses of Gerry Weber" eröffnet werden. Per Ende April 2009 beschäftigte der Konzern 2.415 Mitarbeiter, 249 mehr als vor Jahresfrist. Anders als andere Firmen der Branche sieht Weber den Konzern mit einer Eigenkapitalquote von 58,1 Prozent ausreichend durchfinanziert. Die Liquiditätssituation erlaube es, wie geplant rund 30 Mio. Euro in diesem Geschäftsjahr zu investieren. Konkurrent Escada droht dagegen die Insolvenz. (APA)

 

 

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