Gesünder fühlen, ungesünder leben

25. Juni 2009, 10:53
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Vergleich zwischen 2006 und 2009 zeigt: Einschätzung der Österreicher und Fakten stimmen nicht überein

Wien - "Die Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich gesünder, leben aber ungesünder", stellt Christoph Hörhan, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich, in einer Aussendung fest. Ergebnisse von repräsentativen Umfragen aus den Jahren 2006 und 2009 zeigen, dass die Einschätzung der Österreicher und die wissenschaftlich erhobenen Fakten nicht überein stimmen.

Mehr Alkohol, weniger Bewegung

Von 2006 auf 2009 ist der Anteil derer, die sich "sehr" oder „eher gesund fühlen", von 90 auf 94 Prozent gestiegen. Dieses subjektive Empfinden steht in markantem Widerspruch zum Verhalten zu dem die Österreicher befragt wurden. Eine Reihe zentraler gesundheitsrelevanter Verhaltensmuster zwischen den Jahren 2006 und 2009 hat sich verschlechtert. Tranken im Jahr 2006 27 Prozent der Befragten mindestens einmal die Woche Alkohol, waren es heuer bereits 43 Prozent. Der Anteil der Raucher stieg von 21 auf 31 Prozent und auch der Anteil der "Sportmuffel" stieg leicht an.

Viele geben Übergewicht nicht zu

Auch beim Übergewicht stimmen laut der aktuellen Umfrage persönliche Einschätzung und Fakten nicht überein. So bekannte sich rund jeder fünfte Befragte, übergewichtig zu sein. Laut dem im März präsentierten Ernährungsbericht sind es jedoch fast doppelt so viele. "Scheinbar verdrängen viele Menschen unangenehme Tatsachen oder wiegen sich in der trügerischen Hoffnung, dass die Folgen des gesundheitsschädlichen Verhaltens sie selbst nicht treffen werden", erklärt Hörhan die Ergebnisse. (red, derStandard.at)

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