Karas-Komitee lässt nicht locker

25. Juni 2009, 10:28
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Alt-Obmann Busek rät zu "neuer Form der Politik" - "Es ist noch nicht zu spät, Lehren aus dem Wahlergebnis zu ziehen"

Wien - Auch nach der Wahl von Ernst Strasser zum ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament lässt das Komitee von Vorzugsstimmensieger Othmar Karas nicht locker. Nun meldete sich Alt-Obmann Erhard Busek zu Wort, der seiner Partei zu mehr Bürgernähe rät und davor warnt, das Votum für Karas zu ignorieren: "Es ist noch nicht zu spät, Lehren aus dem Wahlergebnis zu ziehen", so Busek am Donnerstag gegenüber der APA.

Busek setzt sich für Karas ein

"Die ÖVP wäre gut beraten, diese bedeutende Anzahl von Vorzugsstimmen nicht achtlos beiseitezuschieben, sondern sie als Auftrag für eine neue Form der Politik zu verstehen, die nicht von oben dekretiert sondern im Dialog mit den Bürgern nach Problemlösungen sucht", so Busek. Das Ergebnis bei den Vorzugsstimmen strafe zudem alle jene Lügen, die behaupten, die Bevölkerung sei an Politik nicht interessiert.

Für Komitee-Sprecher Peter Marboe wird nun entscheidend sein, wie mit den 112.954 Vorzugsstimmen umgegangen wird. Karas, der nach Querelen mit der Bundespartei freiwillig auf die Delegationsleitung verzichtete, hat als Gegenleistung bereits einen Sitz im Parteivorstand zugesichert bekommen. Die angebotenen Räumlichkeiten in der Parteiakademie für sein Bürgerforum will er nicht annehmen. (APA)

 

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