Südzucker bekräftigt Jahresziele

25. Juni 2009, 09:21
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Zuckerhersteller besorgt sich Frischgeld über Wandelanleihe

Frankfurt - Der deutsche Agrana-Großaktionär Südzucker hat nach einem Ergebnisanstieg im ersten Geschäftsquartal seine Jahresziele bekräftigt. Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2009/10 (per Ende Februar) wies Europas größter Zuckerhersteller am Donnerstag ein operatives Ergebnis von 88 Mio. Euro aus - rund 40 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Nicht nur das Zuckergeschäft habe dazu beigetragen, sondern auch das florierende Spezialitäten-Segment, zu dem etwa Tiefkühl-Pizzas und Stärke zählen.

Umsatz knapp unter Vorjahr

Der Umsatz blieb in den ersten drei Monaten mit 1,41 Mrd. Euro knapp unter Vorjahresniveau (1,47 Mrd. Euro). Der Überschuss fiel mit 65 Mio. Euro nur halb so hoch aus wie vor einem Jahr, als der Konzern von einem Sonderertrag profitiert hatte. Die Bioethanol-Tochter CropEnergies habe wegen hoher Kosten für ein neues Werk in Belgien das Quartal erwartungsgemäß mit einem operativen Verlust abgeschlossen.

Südzucker bekräftigte, im Gesamtjahr solle das Konzernergebnis bei rund 400 (Vorjahr: 258) Mio. liegen. Beim Umsatz werde das Vorjahresniveau von 5,9 Mrd. Euro angepeilt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Südzucker nach langer Talfahrt durch die politisch erzwungene Neuordnung des EU-Zuckermarktes die ersten Früchte seiner Schrumpfkur geerntet. Die Weichen für weitere Gewinnsteigerungen auch im kommenden Geschäftsjahr sieht der scheidende Vorstandschef Theo Spettmann gestellt, wie er Ende Mai betonte.

Südzucker kündigte am Donnerstag zudem an, sich zum Monatsende frisches Kapital über eine Wandelanleihe mit einem Gesamt-Emissionsvolumen von bis zu 290 Mio. Euro zu besorgen. Die Erlöse sollten für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, hieß es. Die Anleihe mit einer Laufzeit von sieben Jahren solle mit einem Kupon zwischen 2,0 und 3,0 Prozent ausgestattet und zum Kurs von 100 Prozent begeben werden.

Die Südzucker-Aktie war zur Eröffnung mit einem Minus von zwei Prozent einer der größten Verlierer im Nebenwerteindex MDax. (APA/Reuters)

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