Mit Ingwer das Eis brechen

24. Juni 2009, 19:38
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Weil Kinobesucher anders fragen als Journalisten, erfuhr man Interessantes

Menschenmengen sind träge. Darum ist es oft schwer, Einzelne darin dazu zu bringen, etwas zu sagen. Deshalb laufen Publikumsrunden bei Diskussionen oft zäh an - obwohl viele Leute viele Fragen hätten, aber keiner anfangen will.

Darum griff Maren Ade Dienstagabend bei der Standard-Premiere ihres Filmes Alle Anderen im Wiener Filmcasino zu einer List. Die Regisseurin versprach Belohnungen: Für Fragen an sie, Birgit Minichmayr oder Lars Eidinger gäbe es "Bastelsets" für Schnappi. Schnappi ist eine Ingwerwurzel, die im Film mit zwei Handgriffen und zwei Zahnstochern zu einer Figur mit (beinahe) tragender Rolle wird.

Das klappte. Und weil Kinobesucher anders fragen als Journalisten, erfuhr man Interessantes. Etwa, dass es vom Film eine Version ganz ohne Eidinger gibt: Ades "leicht skurriles Geburtstagsgeschenk" (Ade) für Minichmayr. Das Ergebnis sei "lustig und seltsam", sagte die Schauspielerin. Ob es aber je in die Kinos kommen wird, blieb offen. So wie die Frage, ob auch eine Eidinger-only-Version geplant ist. Oder ob einmal Schnappi ganz allein einen "Director's Cut" bestreiten wird. (DER STANDARD Printausgabe 25.6.2009)

 

 

  • Eidinger und Minichmayr bei der Standard-Premiere in Wien
    foto: standard/ robert newald

    Eidinger und Minichmayr bei der Standard-Premiere in Wien

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