Heinrich-Böll-Preis an Uwe Timm

24. Juni 2009, 19:22

Auszeichnung für "kunstvolle Verschränkung von Historischem mit Poetischem"

Köln - Der Schriftsteller Uwe Timm erhält am 11. Dezember den diesjährigen Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln verliehen. Der 69-Jährige bekomme die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine "kunstvolle Verschränkung von Historischem mit Poetischem", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Timm zeige "das Große im Kleinen und das Kleine im Großen" und stehe damit in der Tradition des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll (1917-1985).

Der in Hamburg geborene Timm habe die Geschichte der 68er Generation wie kein zweiter bundesdeutscher Schriftsteller begleitet, heißt es in der Begründung der Jury. Dies gelte für sein Romandebüt "Heißer Sommer" ebenso wie für das Werk "Morenga", in dem es um die deutsche Kolonialgeschichte geht, oder die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst", die von den Auswirkungen des Krieges auf die Liebe erzählt. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre in Köln vergeben. Frühere Preisträger waren unter anderem Christoph Ransmayr, Anne Duden und Alexander Kluge. (APA/dpa)

 

Thomas Rothschild
 
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24.6.2009, 21:28
Ermutigend

Das Ehrenkreuz für Andrea Breth, der Adorno-Preis für Alexander Kluge, der Heinrich-Böll-Preis für Uwe Timm: es gibt inmitten dieser grauenvollen, geistfeindlichen Politik - siehe Josef Winklers glänzende Rede - noch ein paar erfreuliche Nachrichten. Sie machen Mut. Wir gratulieren und freuen uns mit den zu Recht Geehrten, die für Intelligenz. aufrechten Gang und Moral stehen.

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