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vergrößern 700x279Es gibt kein richtiges Leben in Flaschen, aber eine fiktive Familie darauf, und drin Biowein: Gold für Oggau-Design an Jung von Matt.
vergrößern 700x262Die Familie rund um Wiltrude, Mechthild, Joschuari oder Theodora überzeugte die Design-Jury.
vergrößern 785x827Auch Kleinvieh bringt Bronze: Demner bei Design für Weinetiketten für Andreas Tscheppe ausgezeichnet.
vergrößern 700x380Wie findet man Buchhalter, die genau hinsehen?
vergrößern 700x465Draftfcb fordert sie auf Kontoauszügen zur Bewerbung auf. Brachte Cyber-Gold und zuvor Bronze bei Direct in Cannes.

Löwenübersicht nach Ländern.

Gewinner Design.

Gewinner Cyber.

Gewinner Press.
Auf Gut Oggau trinkt man die Verwandtschaft: Wiltrude, Mechthild, Joschuari oder Theodora oder Winifried heißen die Weine, Cuvées meist. Die Charaktere der Familie stehen für jene des Flascheninhalts. Nicht der Familie Tscheppe-Eselböck, von denen die Weine stammen. Die haben die Sippe erfunden, mit Jung von Matt/Donau. Emmeram erinnert an einen Agenturchef. Die Werbeagentur gab der fiktiven Familie von Flaschen ihre Gesichter, mit denen die richtige ihre Gebinde schmückt. Beim Weltwerbefestival in Cannes brachten Mechthild, Atanasius & Co Gold im Designbewerb.
Design-Bronze für Demner
Bei dieser Jury kamen Österreichs Flaschen offenbar an wie Österreichs Wein auch sonst in der Welt: Ebenfalls mit Etiketten schaffte Demner, Merlicek & Bergmann in der Cannes-Kategorie Design Bronze. Die schmücken Kleintiere wie Feuersalamander, Hirschkäfer, Libellen. Auch für einen Winzer namens Tscheppe, diesmal Andreas aus Leutschach, laut Agentur nicht verwandt mit den übrigen Tscheppes. Beim New York Festival machten die Demners mit dem Kleinvieh Gold.
Cyber-Gold für Draftfcb
Die Qualität des Jahrgangs in Cannes kommt nicht alleine vom Gold für Oggau: Draftfcb Partners holte mit seiner Suchaktion für einen neuen Buchhalter nach einem Direktmarketinglöwen in Bronze ebenfalls Gold in der Kategorie Cyberlions.
Worum ging's da? Die Wiener Werbeagentur suchte einen Buchhalter, "der genauer hinsieht". Die Idee: Nur wenn der oder die Kandidat/in tatsächlich genauer hinschaut, müsste ihm oder ihr doch eine Buchungszeile auf dem Kontoauszug auffallen, die genau danach fragt, also: "Draftfcb Wien sucht Buchhalter, der genauer hinsieht", dazu ein Name und eine Telefonnummer für Bewerbungen. Dafür überwies Draftfcb anderen Agenturen je einen Euro.
Weitere Löwen in Silber und Bronze hat Jung von Matt/Donau heuer in der Kategorie Media mit Neuroth Hörgeräten abgesammelt.
Dreimal Gold schaffte Österreich 2005, 2003 zweimal plus mehr Silber. Eine Chance, mit diesen bisher besten Jahren gleichzuziehen, gibt es noch: Samstagabend warten Löwen für Film, integrierte Kampagnen und in Titan. In diesen Disziplinen kam Österreich aber bisher nur einmal vor: Werbefilmbronze machte 1985 zum legendären Jahrgang.
Grand Prix bei Cyber, Design und Press
Der Cyber Grand Prix wurde dieses Jahr übrigens gleich drei Mal vergeben, der Award geht nach Australien an Cumminsnitro Brisbane mit "Best Job in the world" für Tourism Queensland, nach Großbritannien an AKQA London für "Eco:Drive" für Fiat und in die USA zu 42 Entertainment Pasadena mit der Arbeit "Why so serious?" für Warner Bros Worldwide Marketing.
Den Design-Grand Prix holte McCann Worldgroup Causeway Bay (Honkong), die mit der Arbeit "Paper Battlefield" für Nike Hong Kong, überzeugten.
Die Löwen in der Kategorie Press wurden ebenfalls Mittwoch Abend verliehen, hier war keine heimische Arbeit auf der Shortlist vertreten. Der Press-Grand Prix ging nach Frankreich, die Agentur Fred & Farid Paris wurde für Kunden Wrangler ausgezeichnet. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 26.6.2009/online ergänzt)
Schöner könnte man die Elfenbeinturm-Weltfremdheit der Werbepreise kaum illustrieren. Da gewinnt ein Packaging Gold, das einen ziemlichen Langsamdreher und fast schon Ladenhüter ziert (der ein solcher nicht NUR aber auch zu einem guten Teil WEGEN seines Designs ist). Aber wahrscheinlich gilt auch hier wie längst in der Politik: „das Package ist absolut perfekt, bloss ist es beim Wähler, pardon Weinkonsumenten noch nicht ganz angekommen ... (Klartext: einfach zdeppert der Konsument, nix glernt der Prolet)
süss die formulierung: Bei dieser Jury kamen Österreichs Flaschen offenbar an wie Österreichs Wein auch sonst in der Welt. als wäre österreich weinexportweltmeister. dabei wird z.b. aus australien 10 x mehr wein exportiert, aus südafrika 7 x mehr, aus chile 6 x mehr und selbst aus deutschland 5 x mehr. ganz zu schweigen von den wirklichen weinländern italien, frankreich, spanien.
musste immer das etikett wegdrehen weil mich diese bilderbuch-bildungsbürger-mit-bobonachwuchs-und -hippsteranhang-family immer so mahnend (du sollst nicht so viel trinken!!!) anstarrte
ist natürlich reine geschmacksfrage
gartuliere dennoch
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