Lager-Casting

Fekter verspricht viel Geld für Flüchtlingslager

24. Juni 2009, 17:44
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    montage/foto: apa/ techt

    Fekter wirbt mit den wirtschaftlichen Vorteilen eines Flüchtlingslagers: Rund 130 ständige Arbeitsplätze würden entstehen. "Dieser Betrieb ist krisenfest und konjunkturunabhängig." In Thalham würden etwa 500 Semmeln zusätzlich pro Tag verkauft.

    Bewerben können sich aber lediglich Gemeinden im Burgenland, der Steiermark oder in Kärnten. Nieder- und Oberösterreich seien mit Traiskirchen und Thalham bereits ausgelastet, so das Innenministerium

Mit krisensicheren Jobs und 500 verkauften Semmeln pro Tag will Fekter Gemeinden locken

Ein neues Flüchtlingslager in Südösterreich soll gebaut werden - das Innenministerium sucht freiwillige Gemeinden als Standort. Gelockt werden sie mit dem Versprechen jährlicher Wertschöpfung in Millionenhöhe - Von Michael Möseneder

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Wien - Der Bürgermeister von Traiskirchen müsste eigentlich toben. Millionenwerte sind bald vernichtet, 130 Arbeitsplätze weg. Und die Bäcker werden 500 Semmeln weniger verkaufen. Nicht wegen der Schließung des Semperit-Werks - sondern durch den geplanten Bau eines neuen „Erstaufnahmezentrums Süd".
Rosige Zeiten und sprudelnde Wirtschaftskraft verspricht Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) nämlich den Gemeinden im Burgenland, der Steiermark und Kärnten, wenn sie sich freiwillig um das neue Flüchtlingslager bewerben. Die „Schaffung von krisensicheren Jobs" lockt ebenso wie „Sicherung und Ausbau der eigenen Polizeiinspektion". Sogar ein Beitrag zur Sicherung des Schulstandorts wird verheißen, wenn man das Lager-Casting gewinnt.

Wertschöpfung in der Region

5,4 Millionen Euro jährliche Wertschöpfung in der Region verspricht eine 25.000 Euro teure Studie, die das Innenressort in Auftrag gegeben hat. Die bekommen alle Gemeinden der drei Bundesländer ebenso zugesandt wie Folder, in denen die Vorzüge der auf rund 250 Plätze ausgelegten Unterkunft angepriesen werden. Die auch Handwerk und Gewerbe zu spüren gekommen - schließlich müssen die Asylwerber ja auch mit Semmeln versorgt werden. 

Standortkriterien

Bis zum Herbst sollen sich nun die Kandidaten melden, hofft Fekter. Das Zentrum könnte dann in ein bestehendes Gebäude kommen oder auf der grünen Wiese neu gebaut werden - bis 2011 soll es jedenfalls fertig sein. Allerdings: Welche Standortkriterien etwa hinsichtlich Verkehrsanbindung, Infrastruktur oder Ortsgröße eigentlich gelten, wollte die Ministerin nicht verraten.

Wettläufe um staatliche Einrichtungen

Neu ist Fekters Vorgehen allerdings nur für Österreich. In Deutschland, speziell in den strukturschwächeren Regionen im Osten, gibt es regelrechte Wettläufe um staatliche Einrichtungen. In Burg in Sachsen-Anhalt etwa wird diesen Sommer ein Gefängnis für 650 Häftlinge eröffnet - zur Freude des SPD-Bürgermeisters, der sich gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen konnte.

Obwohl es in Österreich nur um Flüchtlinge und nicht um Straftäter geht, ist die Sache weitaus umstrittener. Kärntens BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler lehnte beispielsweise jegliches Zentrum in seinem Bundesland ab. _Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer findet Fekters Plan dagegen gar nicht so schlecht: „Mir sind freiwillige Lockangebote lieber als eine Zwangsfestlegung."

Informelle Interessenten

Laut Fekter gibt es übrigens bereits „informelle Interessenten". Wie viele, aus welchen Bundesländern oder ähnliche Details wollte sie aber nicht preisgeben. Traiskirchen ist es nicht: Dessen Bürgermeister freute sich nämlich über den laut Ministeriumsstudie drohenden Verlust. Hauptsache, das Lager wird kleiner.(Michael Möseneder, DER STANDARD Printausgabe 25.7.209)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 219
1 2 3 4 5
Der Ätzer
00
22.7.2009, 09:41
Woher hat die das Vermögen?

Werden doch nicht Steuergelder sein?

Der Islam kennt den Begriff Dhimmi. Das sind Ungläuige, die in Demut Tribut zahlen müssen.

Währe es unfair den Islami ihrem Brauch nachzukommen und bei Ungläubigen umgekehrt die Kosten für Asyl-Islsmi den Islamen aufzuerlegen, oder sind wir zu kultiviert dazu?

derfalke
00
30.6.2009, 18:44
Wir Kärntner lassen uns nicht kaufen!

Phantasia
00
29.6.2009, 18:01
Wir haben reiche Politiker die ihr Geld den Asylanten schenken?

Lucifer
01
30.6.2009, 06:20
Nein Phantasia, es ist Dein Geld!

stuffy
02
29.6.2009, 07:00
Kann ja net ihr Ernst sein

Jede Gemeinde die eines hat will es los werden, da es nur Probleme damit gibt - wirtschaftlichen "Aufschwung" gibt es damit sicher nicht - eher einen Verfall der Immobilienpreise, und höhere Kriminalität in der Umgebung!

haudi
02
27.6.2009, 11:55
Kärnten

die gemeinden neuhaus und eisenkappel haben bereits ihr interesse erklärt (relativ strukturschwache, abgelegene ortschaften)

hoffentlich regen sich da die wiener grünen nicht auf, immerhin ist neuhaus 60km von klagenfurt entfernt - und das ist ja nicht zumutbar

Waldgaenger
00
26.6.2009, 21:12
Schotterlager

In ihrem Schotterwerk könnte man so was machen, und wenn den Leuten langweilig ist können sie dort mithelfen. Da wäre allen geholfen

Schon wieder der...
12
26.6.2009, 18:34
Warum

werden nicht Asylverfahren generell beschleunigt? Bei den meisten Ländern weiß man, wie es diese mit Menschenrechten handeln. Flüchtlinge aus sicheren Ländern: Abschiebung binnen einer Woche, Flüchtlinge aus unsicheren Ländern sollten ein Recht auf ein ordentliches Verfahren haben und zu diesem Zwecke auch in einer ordentlichen Unterkunft bleiben dürfen.

Ich finde es schade, dass Flüchtlinge aus sicheren Ländern oft jahrelang ihr Verfahren hinschleppen und damit zu den Totengräbern der echten Flüchtlingshilfen werden.

syclone
11
26.6.2009, 18:11
outsourcen

erstaufnahmelager und auch die größtenteils von nichtösterreichern belegten gefängnisse sollte man in unseren nachbarländern bauen, die eine wirtschaftliche belebung notwendig hätten - dort würden sie arbeitsplätze schaffen, wir würden kosten sparen und haben auch kein risiko, falls mal wieder einer ausbüchst.

hier wird nach id/postname&nicht n inhalt zesuriert
 
22
26.6.2009, 16:04
hier sind eine große menge an realitätsfernen rechts-poster unterwegs. kaum zu glauben, das ist schade.

pascale
11
27.6.2009, 08:32
Realitätsfremde Personen

sind auch in anderen "Lagern" zu finden.

syclone
11
26.6.2009, 12:56

könnte man nicht einfach eine mauer um ottakring ziehen?

Schon wieder der...
01
26.6.2009, 19:11
Nein! Bitte nicht!

Sonst müssen wir am Ende die Flitzn aus Schwechat trinken.

fabrikant
26
26.6.2009, 09:07
stille enteignung

häuslbauer, die so ein zentrum vor die nase gesetzt bekommen, können sich auch freuen - ist doch ihre liegenschaft dann auf einmal nur mehr einen bruchteil wert.

Rosa Stahl
11
26.6.2009, 08:44

Ich bin für eine Aussenstelle des Heimes am Wiener Spittelberg....

denny_crane
34
25.6.2009, 21:31
Glaubt Frau F. wirklich, was sie da verspricht?

Sie verspricht 500 Semmerln pro Tag für 250 Flüchtlinge, mehr bekommen die nicht? Warum verspricht sie nicht auch die Butter und Marmelade dazu?
Darf sie das überhaupt versprechen? Weiß sie nicht, dass so ein Betrieb international ausgeschrieben werden muss und sie dann den Billigstbieter nehmen muss, wie bei Homecare in Traiskirchen.
Sie verspricht Schulerhalt durch die Flüchtlingskinder. Weiß sie denn nicht, dass Kinder in einem Flüchtlingslager nicht zur Schule gehen müssen? In Traiskirchen sind manche Familien bis zu einem Jahr ohne dass ihre Kinder in die Schule gegangen wären.
Lang kann das nimmer gehen.

Mucosapolaps
42
25.6.2009, 18:47
Ich sag's ganz ehrlich:

Ich möchte auch kein Asylantenlager in meiner Nähe haben, schließlich hat man ja auch Kinder ...

I. O.
02
26.6.2009, 08:55
Ich bin gegen Asylwerber-Lagers

sie sollte man eher in kleinere und würdigere Wohngemeinschaften unterbringen...aber nicht vergessen viele Asylwerber haben auch Kinder!

syclone
24
26.6.2009, 12:58

gerne - nur sollten die wohnungen bis zur klärung der asylberechtigung bitte verschlossen und vergittert bleiben.

Karl Buschina
39
25.6.2009, 18:45
€ 5,4 Mill. dividiert durch 250 Plätze

ergibt € 21.600 pro Platz und Jahr.

So erfahren wir endlich wie teuer uns der Asylschwindel kommt.

pascale
10
29.6.2009, 10:10
Dazu kommen noch Kosten

für medizinische Betreuung, Dolmetscher, Taschengeld, Schulgeld usw..

barbara klaric
14
26.6.2009, 12:12
Das ist weit mehr als eine Durchschnittsspension

nach einem Leben lang Arbeiten und Steuerzahlen:

€ 21.600,- / 14 = € 1543,-

Die durchschnittliche Pensionshöhe hat Ende Dezember des Vorjahres 930 Euro brutto monatlich betragen. Männer kamen dabei im Schnitt auf 1.233 Euro, Frauen auf 738 Euro.

Die Alterspensionen beliefen sich im Dezember 2008 auf durchschnittlich 1.087 Euro (Männer: 1.419 Euro, Frauen 842 Euro)

http://tinyurl.com/7ntkbu

Ernest Hemingweg
12
25.6.2009, 18:12
Ich sag's immer wieder gern:

Das Problem in Österreich ist, daß keine Einigkeit besteht!
Jeder wurschtelt wie es ihm/ihr gerade gefällt!
Gerade in der Politik, gerade und immer wieder die VP

So wird das nix.

Wer kommt mal auf die Idee AUSGABENSEITIG zu sparen? Damit sind nicht die Mitarbeiter der Gemeinden und/oder die Beamten und öffentlich/rechtlich Bediensteten gemeint, die machen großteils ihren Job GUT.

Bei den Politikern und deren überzogenen "Ansprüchen" könnte man VIEL Geld sparen. Aber das wird sich nie ändern, nur das Volk könnte es ändern aber wir schauen solange zu bis wir bankrott sind.

Und das Gesindel, was das alles zu verantworten hätte, wird sich rechtzeitig vorher vertschüsst haben :(

fabrikant
05
25.6.2009, 14:10

die wertschöpfung bleibt wohl in folgenden bereichen:

* polizei
* sanitäter
* justizwache
* eisenrohr-handel
* handel mit küchen-accessoires

und erst am schluss in der gastronomie oder dem lebensmittelhandel...

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