Karas Vorzugsstimmen-Sieger

24. Juni 2009, 16:37
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Amtliches EU-Wahlergebnis verlautbart - Zweiter Platz bei Vorzugsstimmen geht auch an ÖVP

Wien - Die Bundeswahlbehörde hat Mittwochnachmittag das amtliche Endergebnis der EU-Wahl vom 7. Juni verkündet. Am Ergebnis der Wahl hat sich gegenüber dem am 15. Juni nach Auszählung der Wahlkarten und Briefwahlstimmen verlautbarten Resultat so gut wie nichts geändert. Nur die Zahl der Wahlberechtigten und die auf die Parteien entfallenden Stimmen haben sich zum Teil minimal verändert.

Die Wahlbeteiligung blieb mit 45,97 Prozent gleich, die Zahl der abgegebenen Stimmen erhöhte sich gegenüber dem vorläufigen Endergebnis minimal (um zwei Stimmen) auf 2.925.132.

Die Stimmenanteile blieben unverändert. Die ÖVP kam bei der Wahl auf 29,98 Prozent, die SPÖ auf 23,74, die Liste MARTIN auf 17,67, die FPÖ auf 12,71, die Grünen auf 9,93 und das BZÖ auf 4,58 Prozent. Unverändert blieben auch die Stimmenanteile von KPÖ mit 0,66 Prozent sowie den Jungen Liberalen (Julis) mit 0,72 Prozent.

112.954 Vorzugsstimmen für Karas

Othmar Karas ist unbestrittener Sieger der EU-Wahl - zumindest, was die Vorzugsstimmen angeht. 112.954 Vorzugsstimmen konnte er laut amtlichem Endergebnis sammeln. Auch der zweite Platz im Vorzugsstimmenranking aller Parteien geht an eine ÖVP-Kandidatin. Bauernbündlerin Elisabeth Köstinger erhielt 44.238 und damit fast doppelt so viele wie Hans-Peter Martin (23.736). Ernst Strasser erzielte mit 38.326 Vorzugsstimmen den ÖVP-internen Rang drei.

Swoboda bei SPÖ an erster Stelle

Bei der SPÖ liegt Spitzenkandidat Hannes Swoboda mit 21.883 Stimmen voran. Auf Platz zwei - aber unter der für eine Vorreihung nötige Sieben-Prozent-Grenze - landete mit Herbert Bösch ein Abgeordneter, der auf dem als unwählbar geltenden 7. Listenplatz gereiht war. Er konnte vor allem in seinem Heimatland Vorarlberg punkten. Rang drei bei den Sozialdemokraten ging an den Listenfünften Josef Weidenholzer.

FP-Wähler wollten Strache in Brüssel sehen

Die FPÖ-Wähler wollen Parteichef Heinz-Christian Strache offenbar gerne in Brüssel und Straßburg sehen: Er kandidierte auf dem letzten Listenplatz, holte aber die zweitmeisten Vorzugsstimmen seiner Partei, nämlich 10.368. Für eine Vorreihung reichte dies angesichts einer Sieben-Prozent-Schwelle von rund 25.500 Stimmen indes nicht. Platz eins holte Andreas Mölzer mit 14.357 Stimmen.

Die spät angelaufene Vorzugsstimmen-Kampagne der Grünen Listenzweiten Eva Lichtenberger brachte ihr 13.603 Stimmen ein, Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek bekam 19.006 Vorzugsstimmen. Beim BZÖ, das kein Mandat fürs EU-Parlament erreichte, erzielte Ewald Stadler 8.517 Vorzugsstimmen. (APA)

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