Kurzer Prozess im Fünften

24. Juni 2009, 19:48
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Stefan Koubek lag gegen Rob­redo be­reits mit zwei Sätzen voran, verlor aber dennoch in Runde zwei: "War k.o."

London - Stefan Koubek hat den erstmaligen Einzug in die dritte Runde des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon am Mittwoch erneut verpasst. Nach anfänglich starker Leistung und einer 2:0-Satz-Führung unterlag der 32-jährige Kärntner dem als Nummer 15 gesetzten Spanier Tommy Robredo mit 6:3,6:4,4:6,6:7(5),1:6. Nach 3:29 Stunden stand das Aus des ÖTV-Daviscuppers fest, dem es damit erneut nicht gelang, zwei Matches in Serie auf Rasen zu gewinnen.

Koubek hatte in der ersten Runde seinen ersten Erfolg in einem Fünf-Satz-Match seit fast fünf Jahren gefeiert, doch bei seinem zweiten Auftritt stand er im Entscheidungsset auf verlorenem Posten. Nachdem der Kärntner erneut über die volle Distanz gehen musste, machten ihm im Finish vor allen körperliche Probleme zu schaffen. "Das habe ich heute in der entscheidenden Phase gespürt. Das war kein normaler Muskelkater, sondern hat echt weh getan und war natürlich kein Vorteil", meinte Koubek. "Ich hätte gewinnen können, war aber in der Entscheidung stehend k.o. - und er ist gelaufen wie ein Wiesel."

Der Villacher, Nummer 189 der Weltrangliste, spielt nach einer Rückenverletzung, die im Vorjahr sein Wimbledon-Antreten verhindert hatte, mit einem sogenannten geschützten Ranking (65.). Er schlug und kämpfte in den ersten zwei Sätzen stark, wehrte alle elf Breakbälle des Spaniers ab. Doch bei der zwölften Chance nahm der Favorit dem Österreicher den Aufschlag zum 3:1 ab und entschied den dritten Durchgang nach einem weiteren späten Break zum 5:4 für sich.

Der vierte Satz ging erst im Tiebreak an den Viertelfinalisten der French Open. In der Entscheidung war der Widerstand von Koubek dann mit einem frühen Break gebrochen. "Ich wollte dranbleiben und versuchen, mein Service zu halten. Aber so wie das erste Game verlaufen ist, hat mir das den Rest gegeben", erklärte der ÖTV-Daviscupper.  "Ich habe attraktiv und gut gespielt. Wenn man in Sätzen 2:0 voran ist, kann man nicht zufrieden sein."

Beim neunten Antreten bei den All-England-Championships war für Koubek zum fünften Mal in Runde zwei Endstation, Wimbledon bleibt das einzige Grand-Slam-Turnier, bei dem er noch nie unter den letzten 32 war. (APA)

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    Im letzten Satz hatte Koubek nichts mehr entgegenzusetzen.

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