Schweizer Radio und Fernsehen muss kräftig sparen

24. Juni 2009, 16:18
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Investitionsstopp und Verkäufe von Liegenschaften

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG muss kräftig sparen. Für 2010 hat der Verwaltungsrat ein Sparpaket beschlossen, das auch Einschnitte bei der Beteiligung bei 3sat nicht ausschließt, wie es am Mittwoch in Medienberichten hieß. Dort sind auch die ARD, das ZDF sowie die österreichische Rundfunkgesellschaft ORF engagiert.

Das zuständige Ministerium in Bern begrüßte grundsätzlich die Sparmaßnahmen, zumal sie für die Programme keine einschneidenden Folgen haben sollen. Eine Gebührenerhöhung sei erst 2011 ein Thema, teilte das Ministerium mit. Sollte die SRG auf ihre Engagements bei 3sat und TV5 verzichten wollen, brauche sie dafür die Zustimmung der Schweizer Regierung. Für Medienminister Moritz Leuenberger komme ein Ausstieg derzeit nicht infrage.

Das Sparpaket soll bis 2014 die Ausgaben im Durchschnitt um je 30 Millionen Franken (fast 20 Millionen Euro) entlasten. Neben der Lohn- Nullrunde enthält das Paket einen Investitionsstopp und Verkäufe von Liegenschaften. Ein Stellenabbau für die fast 6000 Mitarbeiter ist nicht vorgesehen. (APA)

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