"Sanktionen unerlässlich"

24. Juni 2009, 13:58
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Vorschlag der Frauenministerin dürfe weder zerredet noch abgelegt werden

Die Offenlegung von Gehältern kann aus Sicht der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) nur ein erster, wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Benachteiligung von Frauen bei der Entlohnung am Arbeitsmarkt sein. Die Bundesleitung appelliert in einer Aussendung an die Bundesregierung und die Sozialpartner, "endlich konkrete Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern" zu beschließen. Der diesbezügliche Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek müsse als Impuls für eine effiziente, pragmatische Strategie zur Schließung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen genützt werden.

Bei ihrer Sitzung am Mittwoch in Salzburg waren sich die kfb-Delegierten aus ganz Österreich einig, dass Sanktionen gegen Unternehmen, die Frauen bei der Entlohnung diskriminieren, unerlässlich seien. "Der Vorschlag der Frauenministerin darf weder zerredet noch abgelegt werden", betonte kfbö-Vorsitzende Margit Hauft. "Auch in der Wirtschaftskrise dürfen wir uns nicht damit begnügen, die ständig größer werdenden Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen nur aufzuzeigen und tatenlos zum Alltagsgeschäft überzugehen. Wir fordern deshalb die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt nicht zur leeren Floskel verkommen zu lassen, sondern dafür zu sorgen, dass tatsächlich gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit bezahlt wird."

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