Uniqa verstärkt Kooperation mit Veneto Banca

24. Juni 2009, 13:15
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Wien - Die börsenotierte österreichische UNIQA-Versicherung verstärkt die Vetriebs-Kooperation mit ihrem italienischen Bank-Partner Veneto Banca. Noch heuer wird die italienische Tochter UNIQA-Previdenza zunächst 60 Prozent an einer bisher im Alleineigentum der Bank stehenden Gesellschaft erwerben, die die Vertriebsrechte hält. Im ersten Quartal 2010 soll der Anteil auf 90 Prozent aufgestockt werden, teilte die UNIQA heute, Mittwoch, mit.

Die österreichische Versicherung kauft damit die Vertriebsrechte für Lebensversicherungen. Der Einstieg bei der Gesellschaft ("Claris") muss noch von den Behörden genehmigt werden. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. In Italien laufen rund 60 Prozent des Lebensversicherungsgeschäfts über den Bankschalter.

Durch die Transaktion werde UNIQA die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Veneto Banca in Italien ausbauen und in Zukunft weiter festigen, so Konzern-Chef Konstantin Klien in der Pressemitteilung. Man werde sich nicht nur auf den Lebensversicherungsbereich beschränken - in dem man in Italien nach wie vor ein hohes Aufholpotenzial sehe - sondern auch verstärkt "unser Know How aus anderen Sparten einbringen."

Drei Gesellschaften

Die Versicherungsgruppe hat in Italien bisher drei Gesellschaften: Die Lebensversicherung UNIQA Previdenza (vormals Claris Vita), die Krankenversicherung UNIQA Assicurazioni und die Sachversicherung UNIQA Protezione (vormals Carnica). Beschäftigt sind in den drei Gesellschaften 261 Mitarbeiter. Die neue Beteiligung wird künftig für den Bankvertrieb in der Lebensversicherung zuständig sein, die andere Lebensversicherung unter anderem für das Geschäft mit Maklern. Das Prämienvolumen der Gruppe in Italien lag im Vorjahr bei 477 Mio. Euro (minus 2,5 Prozent). Rund 330 Mio. Euro bzw. 69 Prozent davon entfielen auf die Lebensversicherung.

Die genossenschaftlich organisierte Veneto Banca hat in Italien rund 340 Geschäftsstellen. Expandiert hat die traditionell in Norditalien starke Bank aber auch in andere Regionen - in den südlichen Teil Italiens und auch nach Osteuropa (Rumänien, Moldawien, Kroatien und Albanien). Die Zahl der Filialen der Banken-Gruppe liegt insgesamt bei rund 415. Beschäftigt sind insgesamt rund 4.500 Mitarbeiter. (APA)

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