Talanx mit Gewinneinbruch

24. Juni 2009, 12:59
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Eigenkapitalrendite deutlich geringer, Prämienvolumen stagniert

Hannover - Der Gewinn von Deutschlands drittgrößtem Versicherer Talanx ist im vergangenen Jahr aufgrund der Finanzkrise eingebrochen. Nach Anteilen Dritter verdiente der Mutterkonzern des zweitgrößten deutschen Rückversicherers Hannover Rück mit 187 Mio. Euro 61 Prozent weniger als 2007. Vor Zinsen und Steuern verringerte sich das Ergebnis um 58 Prozent auf 618 Mio. Euro, wie Talanx am Mittwoch in Hannover mitteilte. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern sank um acht Punkte auf 5,1 Prozent. Die gebuchte Bruttoprämie sank um ein Prozent auf 19 Mrd. Euro.

Für 2009 stellte Talanx-Chef Herbert Haas am Mittwoch in Hannover wieder eine Eigenkapitalrendite von "etwas über zehn Prozent" in Aussicht. "Nach Steuern rechnen wir mit einem Konzernergebnis von 400 bis 500 Mio. Euro", sagte er.

Für das laufende Jahr rechnet Haas mit steigenden Prämieneinnahmen und einer Verbesserung des Konzernergebnisses. "Das Kapitalanlageergebnis leidet zwar unter dem niedrigen Zinsniveau, dennoch rechnen wir mit einem deutlich besseren Wert als 2008", sagte der Vorstandschef. Im vergangenen Jahr waren die Erträge aus den Kapitalanlagen um 40 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro eingebrochen.

Das Kerngeschäft sei "stabil und kerngesund", sagte Haas weiter. Die Schaden-Kostenquote habe sich trotz hoher Belastungen auf 95,2 Prozent verbessert. Unter der Voraussetzung, dass die Talanx-Versicherer nicht für mehr Großschäden aufzukommen haben als in normalen Jahren, erwartet der Konzern für 2009 erneut eine Schaden-/Kostenquote von unter 100 Prozent.(APA/Reuters/dpa/AP)

 

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