Oracle im Quartal gebremst

24. Juni 2009, 12:56
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Im vierten Geschäftsquartal fiel der Gewinn im Jahresvergleich um gut sieben Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar

New York - Der US-Softwarekonzern Oracle wird von der Wirtschaftskrise und dem starken Dollar-Kurs gebremst. In dem Ende Mai abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal fiel der Gewinn im Jahresvergleich um gut sieben Prozent auf 1,89 Mrd. Dollar (1,35 Mrd. Euro), wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz des Spezialisten für Unternehmenssoftware und Datenbanken sank um fünf Prozent auf 6,86 Mrd. Dollar.

Der wiedererstarkte Dollar drückte das Ergebnis des internationalen Geschäfts bei der Umrechnung in die US-Währung. Die Sparsamkeit der Unternehmen im Angesicht der schwachen Konjunktur lastete auf den Umsätzen, die Verkäufe neuer Software fielen um 13 Prozent auf 2,74 Mrd. Dollar. Zugleich wuchs das Geschäft mit bestehenden Kunden aber um acht Prozent auf 3,05 Mrd. Dollar. Zudem sagte Oracle-Manager Charles Phillips in einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen, die Stimmung bei den Kunden habe sich zuletzt wieder verbessert. Man spüre wieder mehr Bereitschaft, Geld auszugeben.

Marktanteile von SAP

Oracle betonte, man habe im vergangenen Quartal dem deutschen Erzrivalen SAP Marktanteile abgenommen. So sei das Software-Geschäft von Oracle in Europa bereinigt um Wechselkurs-Schwankungen um fünf Prozent gewachsen, während die Erlöse von SAP auf dieser Basis um 27 Prozent geschrumpft seien. Zwischen Oracle und SAP herrscht ein harscher Ton, der US-Konzern wirft seinem europäischen Konkurrenten in einem Fall auch Industriespionage vor. Oracle will SAP seit Jahren von der Spitzenposition im Markt der Unternehmenssoftware verdrängen.

Im gesamten Geschäftsjahr verbesserte sich der Umsatz um vier Prozent auf 23,3 Mrd. Dollar, während der Gewinn um ein Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar zulegte. Oracle ist in den vergangenen Jahren unter anderem durch eine milliardenschwere Einkaufstour rasant gewachsen. Erst im April hatte der Konzern mit dem Kauf des Server- und Software-Spezialisten Sun Microsystems für Aufsehen gesorgt. Die 7,4 Mrd. Dollar schwere Sun-Übernahme soll im laufenden Quartal abgeschlossen werden.(APA/dpa)

 

 

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