Koubek rechnet sich Chancen aus

24. Juni 2009, 12:03
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Der Kärntner trifft heute auf den als Nummer 15 gesetzten Robredo - Eine harte Nuss, auch die Bilanz spricht mit 4:1 für den Spanier

Wimbledon - Der Kärntner Stefan Koubek geht heute (13 Uhr/Court 4) mit einem gewissen Selbstbewusstsein in seine Zweitrunden-Partie beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Der 32-Jährige kämpfte sich am Montag mit einem Fünfsatz-Sieg gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasselin in die zweite Runde, in der er es mit dem als Nummer 15 gesetzten Tommy Robredo zu tun bekommt. Gegen den Spanier ist Koubek Außenseiter, er sieht sich aber nicht chancenlos.

Nicht schlecht für einen alten Herren

"Natürlich habe ich einen Muskelkater", meinte Koubek. "Gerade auf Rasen sind fünf Sätze schon anstrengend. Aber ich konnte gut regenerieren." Der Villacher war mit seinem Auftakterfolg recht zufrieden, nach einer längeren Durststrecke kam der zur rechten Zeit. "Natürlich ist so ein Sieg nicht gleich die Welt. Aber für einen alten Herren ist es nicht so schlecht."

Auf Rasen fühlt sich Koubek recht wohl, was man von seinem Gegner nicht uneingeschränkt behaupten kann. Koubek-Coach Günter Bresnik hatte den Startsieg des Iberers in vier Sätzen gegen den Slowenen Luka Gregorc mitverfolgt und bescheinigte ihm dabei auch eine gute Leistung. Koubek zum French-Open-Viertelfinalisten: "Robredo steht hier in den ersten 16. Aber aus dem Kreis ist er noch einer, der als Gegner okay ist. Ich rechne mir Außenseiter-Chancen aus."

Fünfmal hat der ÖTV-Davis-Cup-Spieler gegen den 27-jährigen Robredo schon gespielt, dabei einmal gewonnen. 2001 beim Hallen-Turnier in Stuttgart setzte sich Koubek auf Hartplatz in drei Sätzen durch. Davor ebenfalls auf Hartplatz in Indianapolis (2001) sowie danach in Hamburg (2002/Sand), New Haven (2005/Hartplatz) wie auch in Sopot (2007) gewann aber der nunmehrige Weltranglisten-15. aus San Cugad del Valles.

Körperlich in guter Verfassung

Bresnik bescheinigte seinem Schützling vor der Dienstag-Trainingseinheit eine gute körperliche Verfassung und sah ihn auch mental auf der Höhe. "Es ist gut, bei einem Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und doppelt wertvoll. Stefan sieht jetzt, dass er noch dabei ist." Der Trainer sieht Koubek leistungsmäßig auf alle Fälle auf Top-100-Niveau, nur brächte er es im Match noch zu wenig. Mit einem Erfolg gegen Robredo würde Koubek im Ranking von seiner derzeitigen Position 189 weiter kräftig in Richtung Top 100 steigen. (APA)

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     Tommy Robredo

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