Apple-Chef Jobs - Klinik bestätigt Leber-Transplantation

24. Juni 2009, 10:13
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"Exzellente Gesundheitsprognose" - Zustand des Firmenchefs seit Monaten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Apple-Chef Steve Jobs hat sich tatsächlich einer Leber-Transplantation unterzogen. Die Klinik im US-Bundesstaat Tennessee bestätigte dies in der Nacht zum Mittwoch. Jobs erhole sich gut und habe eine "exzellente" Gesundheitsprognose", teilte das Methodist University Hospital in Memphis mit Erlaubnis des Apple-Chefs mit. Den Zeitpunkt der Operation nannte die Klinik nicht.

Kommentar zu den Verkaufszahlen

Am Wochenende hatte zunächst das "Wall Street Journal" (WSJ) von einer Leber-Transplantation bei dem 54-jährigen Jobs vor etwa zwei Monaten berichtet. Der Apple-Chef soll am Montag laut Medienberichten in der Firmenzentrale gesehen worden sein. Es war unklar, ob er damit nach fast einem halben Jahr krankheitsbedingter Auszeit ins Tagesgeschäft zurückgekehrt ist. Aber immerhin gab er erstmals seit Monaten wieder in einer Pressemitteilung einen Kommentar zu den Verkaufszahlen des neuen Handy-Modells iPhone 3GS ab. Von Apple hieß es stets immer nur, man erwarte den Konzernchef Ende des Monats wieder zurück.

Jobs sei nicht bevorzugt behandelt worden, sondern sei zu dem Zeitpunkt, als eine Spenderleber verfügbar wurde, der am schwersten kranke Patient auf der Warteliste gewesen, betonte das Krankenhaus. Das "Wall Street Journal" hatte darauf hingewiesen, dass Tennessee kürzere Wartezeiten auf eine Spenderleber habe als andere Regionen.

Seit Monaten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Warum genau Steve Jobs eine neue Leber bekam, bleibt weiterhin unklar. Er selbst hatte Anfang Jänner von einer Hormon-Störung gesprochen, durch die sein Körper keine Proteine verarbeiten könne.

Die Gesundheit des Apple-Chefs steht seit Monaten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, weil er als Schlüsselfigur für die Erfolge des iPhone- und Mac-Herstellers gilt. Deshalb befürchteten Investoren Rückschläge für Apple, wenn Jobs ausscheiden sollte. Allerdings haben die vergangenen Monate, in denen das Geschäft auch ohne den charismatischen Firmenchef auf Hochtouren lief, diese Sorgen gedämpft.

Der 54-jährige Jobs hatte sich im Jänner krankheitsbedingt für ein halbes Jahr von der Konzernführung zurückgezogen. Seine gesundheitlichen Probleme hatten sich als komplexer erwiesen als ursprünglich gedacht, hieß es damals lediglich. Jobs war vor etwa vier Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Seitdem kursierten immer wieder Spekulationen über Jobs Gesundheitszustand. Zuletzt alarmierte sein starker Gewichtsverlust Ende vergangenen Jahres die Märkte. Jobs erklärte dies kurz vor seiner Freistellung mit Störungen in seinem Hormonhaushalt. Ob die Lebertransplantation in Zusammenhang mit Jobs früherer Krebserkrankung steht, ist unklar.

Der charismatische Jobs

Apple wird wie kaum ein anderer Konzern mit der Person seines Vorstandsvorsitzenden identifiziert. Der charismatische Jobs krempelte den einst reinen Computerhersteller zu einem breit aufgestellten Elektronikkonzern um. Er brachte den Musikspieler iPod und das Multimedia-Handy iPhone auf den Markt, die sich beide als Verkaufsschlager erwiesen. (APA/dpa/Reuters)

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