Spam-König erwartet sieben Jahre Haft

24. Juni 2009, 10:03
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Aktien-Spams brachten Alan Raiskys Bande bis zu drei Millionen Dollar ein

Das US-Justizministerium hat am Montag in einer Aussendung verlautbart, dass sich der als "König der Spammer" bekannte Internet-Betrüger Alan Raisky zuammen mit vier Mittätern schuldig bekannt hat, mehrere Millionen US-Dollar ergaunert zu haben.

Pump-and-Dump

Der mittlerweile 64-Jährige erwartet bis zu 87 Monate Haft. Zusammen mit seinen Kollegen hat Raisky der Anklage nach zwischen Jänner 2004 und September 2005 so genannte Pump-and-Dump Aktien-Betrügereien durchgezogen. Dabei verschickten die Beschuldigten über ein Bot-Netzwerk Emails, um Internetnutzer zum Kauf bestimmter Aktien zu überreden. Dabei wurden "vertrauliche" Kaufempfehlungen für einzelne besonders niedrig gehandelte Aktien ausgesandt, um die Aktienkurse rasch in die Höhe zu treiben. Die Täter sollen mit dem Verkauf der Werte auf Kosten anderer innerhalb von nur 18 Monaten rund drei Millionen Dollar lukriert haben.    

Haftstrafen

Raiskys Schwiegersohn und rechte Hand Scott K. Bradley erwarten sechseinhalb Jahre Gefängnis. Beide Herren müssen zudem mit Geldstrafen in der Höhe von einer Million Dollar rechnen. Raiskys Kollege John S. Brown erwartet bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstarfe von bis zu 75.000 Dollar. Zusammen mit zwei weiteren Mittätern sollen am 29. Oktober in Detroit ihre Haft antreten. Derweil laufen Ermittlungen gegen drei weitere Mittäter, wobei sich einer davon in China aufhalten soll. Insgesamt ermittelte das FBI drei Jahre an dem Fall.

Karriere

Die höhe des Strafmaßes sei das Ergebnis eines Vergleichs. Raisky selbst geriet zuvor bereits mehrere Male mit dem Gesetz in Konflikt. Seine kriminelle Laufbahn listet auf dem Portal "The Spamhaus Project" 106 Einträge. (zw)

  • (Symbolfoto)
    foto: kay nietfeld

    (Symbolfoto)

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