Präsident mit Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert

24. Juni 2009, 08:41
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Nach Vaterschaftsklage im April nun neuer Zores für Ex-Bischof

Asuncion - Der paraguayische Präsident Fernando Lugo sieht sich mit neuen Vorwürfen zu seiner Vergangenheit konfrontiert. Nach öffentlichen Erklärungen von drei Frauen, ein Kind mit dem ehemaligen Bischof gezeugt zu haben, sagte eine von ihnen am Dienstag, sie sei bei der ersten Begegnung mit Lugo vergewaltigt worden.

Benigna Leguizamon sagte dem Radiosender Magnificat in Ciudad del Este, sie sei 2001 als 17-jährige Putzfrau vom Chauffeur des Bischofs zu diesem gebracht worden. "Als ich eintrat, schlossen sie die Tür hinter mir ab. Es war dort, dass er begann, mich anzusprechen." Sie habe sich widersetzt und um Hilfe gerufen, sagte Leguizamon. "Aber da war laute Musik und niemand sonst in der Umgebung. Er hat mich gezwungen, es zu tun. Um ehrlich zu sein, hat er mich vergewaltigt." Leguizamon hat im April eine Vaterschaftsklage eingereicht und erklärt, ihr im September 2002 geborener Sohn sei aus einer Verbindung mit Lugo hervorgegangen.

Lugo sagte vor Journalisten, die neuen Vorwürfe seien "Teil des zweiten Kapitels der Geschichte, ich warte auf das dritte". Die Angelegenheit liege jetzt bei den Gerichten und Anwälten. Lugo hat bereits eingeräumt, einen Sohn mit einer anderen Frau aus seinem ehemaligen Bistum zu haben. (APA/AP)

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