Wirtschaftskrise kostet 10.200 Österreicher den Millionärs-Status

24. Juni 2009, 00:05
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"Radikale Vernichtung der Börsenkapitalisierung in Wien" wirkt sich aus

Wien/Vaduz - Die Zahl der österreichischen Millionäre ist durch die Wirtschaftskrise kräftig gesunken - und zwar um 10.200 auf 62.100. Zu diesem Resultat kommt der jüngste Vermögensreport, den das Liechtensteinische Investmenthaus Valluga und die Unternehmensberater von Amadeus Consulting für Deutschland, die Schweiz und Österreich erstellt haben. Der Bericht bezieht sich auf Finanzvermögen, nicht inkludiert ist eigengenutzter Immobilienbesitz.

Laut Presse haben Österreichs Wohlhabende durch Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt an die 35 Milliarden Euro verloren (minus 16 Prozent). Ganz arm sind sie aber nicht geworden, in Summe beträgt der Wert ihrer Finanzanlagen immer noch rund 185 Mrd. Euro. Die deutschen Millionäre haben im Schnitt zehn Prozent ihrer Vermögen eingebüßt, dieSchweizer neun Prozent. Laut Valluga-Chef, so berichten die Salzburger Nachrichten, liegt der Unterschied bei der "radikalen Vernichtung der Börsenkapitalisierung in Wien" und im Engagement in Osteuropa. Reichste Österreicher sind Ingrid Flick (sechs Mrd. Euro), Karl Wlaschek (4,2 Mrd.) und Dietrich Mateschitz (3,7 Mrd.). (red/DER STANDARD, Printausgabe, 24.6.2009)

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