Netanyahu auf erster Europa-Reise nach Amtsantritt

23. Juni 2009, 17:54
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Israelischer Premier traf Berlusconi in Rom

Rom - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Dienstag in Rom seinen ersten Europa-Besuch seit Amtsantritt vor fast drei Monaten begonnen. Der Regierungschef, der an engeren Beziehungen zur europäischen Führung interessiert ist, kam am Nachmittag mit seinem italienischen Kollegen Silvio Berlusconi zusammen. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinejad. Auch Israels Beziehungen zur EU und der Friedensprozess mit den Palästinensern wurden erörtert.

"Israels Sicherheit ist nicht verhandelbar, in diesem Punkt gibt es kein Wenn und Aber", bekräftigte der italienische Außenminister Franco Frattini am Dienstag die Haltung Roms. Es werde sich nichts daran ändern, dass Italien mit Blick auf das iranische Atomprogramm gegen die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen sei, sagte Frattini. Italien, größter Handelspartner des Iran in Europa, lehnt das Atomprogramm des Landes strikt ab. Ein Moratorium beim israelischen Siedlungsbau im Westjordanland sei "wünschenswert", zumindest während Israelis und Palästinenser miteinander verhandelten, sagte Frattini.

Netanyahu wollte noch mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Gianfranco Fini, und am Mittwoch auch mit Staatspräsident Giorgio Napolitano zusammenkommen. Auf seiner zweiten Europa-Station in Paris wollte er dann Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und den US-Nahost-Gesandten George Mitchell treffen. Der rechtsorientierte Regierungschef strebe einen "konstruktiven und kooperativen Dialog mit europäischen Staatschefs" an, sagte sein Sprecher Mark Regev. (APA/dpa)

 

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