Streit um Amons Rolle

23. Juni 2009, 17:20
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Spindelegger: Verlängerung des Generalsekretärs offen

Wien - Noch ist der ÖVP-Abgeordnete und Bildungssprecher Werner Amon auch Generalsekretär des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB. Dessen neuer Obmann Michael Spindelegger, nebenbei auch Außenminister, ist sich aber nicht sicher, ob er Amon weiterhin als Generalsekretär behalten möchte.

Angeblich ist Amons Vertragsverlängerung als Generalsekretär bereits paktiert. Dafür hatte Fritz Neugebauer gesorgt, bis zum vergangenen Wochenende selbst Chef des ÖAAB. Er soll als eine der letzten Amtshandlungen den Vertrag von Amon um drei Jahre verlängert haben.

Spindelegger selbst stellt eine Vereinbarung mit Amon in Abrede und lässt dessen Verbleib als Generalsekretär, verbunden mit einer kolportierten Gage von 6000 Euro im Monat, offen. Entschieden wird diese Frage laut Spindelegger bei der ersten Vorstandssitzung am 20. Juli.

Oberösterreichs ÖAAB-Obmann Franz Hiesl hatte zuvor im Kurier von einem derartigen Papier, in dem Amon eine Verlängerung zugesagt wurde, gesprochen, es aber als inhaltlich wertlos bezeichnet. Hiesl hat Amon kaum verhohlen aufgefordert, auf den Generalsekretärsposten zu verzichten, wenn er bei der nächsten Nationalratswahl wieder für ein Mandat nominiert werden möchte. Auch andere in der ÖVP sind gegen Amon.

Dieser selbst hielt sich am Dienstag bedeckt, ließ aber durchblicken, dass er seinen Posten räumen, den Dienstvertrag im ÖAAB aber behalten könnte. Die kolportierten 6000 Euro seien zu hoch gegriffen, die genaue Summe wollte Amon aber nicht nennen. Sein Gehalt werde auch nicht aus Steuer- oder Mitgliedsgeldern finanziert, sondern resultiere aus "unterschiedlichen Kooperationen" . (APA, red)

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    Umstritten: Werner Amon, noch Generalsekretär im ÖAAB.

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