Ärger um Wüsten-Tower

23. Juni 2009, 17:16
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Anleger prüfen Haftung von Lauda, Becker, Schumacher

Dubai/Wien - Namensgeber prestigeträchtiger Immobilienprojekte in Dubai kommen unter Druck. Deutsche Anlegervertreter prüfen nun Ansprüche gegen Niki Lauda, Boris Becker und Michael Schumacher, die für Bauvorhaben Pate standen und dafür kassierten. Vermarktet wurden die Projekte von Alternative Capital Investment (ACI) aus Gütersloh, die eine versprochene Ausschüttung von 60 Mio. Euro an mehr als 6000 deutsche und österreichische Anleger bisher schuldig blieb. Die Staatsanwaltschaft Dubai ermittelt wegen Zweckentfremdung der Gelder.

Der Anlegeranwalt Thomas Schulte verwies am Dienstag auf einen Präzedenzfall, bei dem prominente Werbeträger für Anlageprodukte hafteten. Becker soll übrigens zwei, Schumacher fünf und Lauda eine Mio. Euro von ACI erhalten haben.

Bis 2008 bekamen Anleger auch tatsächlich jährliche Traumrenditen bis zu zwölf Prozent ausgeschüttet. Der Schock kam am 20. April dieses Jahres in Form eines Anlegerrundschreibens, das dem Standard vorliegt. Aufgrund von "Liquiditätsproblemen finanzierender Banken" müsse ACI mitteilen, dass sich Ausschüttungen verzögern werden", wie ACI-Chef Uwe Lohmann formulierte. Die Fertigstellung wurde nun nach offizieller ACI-Aussage von 2010 auf 2012 verschoben. (am, DER STANDARD, Printausgabe, 24.6.2009)

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