"Forschend lernen" will Volksschüler für Forschung begeistern

23. Juni 2009, 13:46
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Projekt des Infrastrukturministeriums und Science Center Netzwerk - Knapp 1.000 Schüler und 36 Lehrer nehmen teil

Wien - Kinder für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, ist das erklärte Ziel des Projekts "Forschend lernen". Beteiligt sind Einrichtungen, die sich mit der Vermittlung von Wissenschaft beschäftigen, Volksschulklassen, aber auch Schulbehörden und Lehrerbildungseinrichtungen. Sechs solche Partnerschaften in fünf Bundesländern Österreichs wurden bereits unter Teilnahme von knapp 1.000 Schülern und 36 Lehrer geknüpft.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien zogen das Infrastrukturministerium als Initiator sowie der das Projekt leitende Verein Science Center Netzwerk eine "Halbzeitbilanz". Ziel des Projekts sei, so Infrastrukturministerin Doris Bures, "jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Forschung, technologische Entwicklung und Innovation kennenzulernen und dabei ihre verborgenen Talente zu entdecken." Man wolle zeigen, dass Lernen Spaß macht, so Margit Fischer, Gattin von Bundespräsident Heinz Fischer und Vorsitzende des Science Center Netzwerks.

Innovative didaktische Methoden

Im Rahmen der Partnerschaften arbeitet man zwei Jahre intensiv zusammen und entwickelt gemeinsam Vermittlungsprogramme zu naturwissenschaftlichen Forschungsfragen, z. B. Baumwachstum, Sinnesorgane oder Geologie. Eine Partnerschaft seitens der "Science Center"-Einrichtungen eingegangen sind bisher der Botanische Garten der Uni Innsbruck (Tirol), das Schulbiologiezentrum Naturerlebnispark Graz (Steiermark), das Haus der Natur Salzburg, das Technische Museum Wien, die Experimentierwerkstatt Wien und das Institut für angewandte Umweltbildung IFAU in Steyr (Oberösterreich).

Durch die Anwendung innovativer didaktischer Methoden zeige sich bereits jetzt eine deutliche Erweiterung verschiedener Kompetenzen der Schüler - weit über das Erlernen der bloßen Inhalte hinaus, meinte Projektleiter Otto Schütz. Unter anderem hat man die Verbesserung kommunikativer Fähigkeiten sowie der Sprach- und Sozialentwicklung vor allem in Klassen mit nichtmuttersprachlichen Kindern beobachtet. Die Endergebnisse des Projekts des Förderprogramms "generation innovation" sind im nächsten Schuljahr zu erwarten. (APA)

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