Bankaktiva in CEE legten 2008 um 25 Prozent zu

23. Juni 2009, 13:35
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Wien - Die Bilanzaktiva der Banken in Mittel- und Osteuropa (CEE) sind 2008 auf Euro-Basis im Jahresvergleich um knapp ein Viertel auf 1.772 Mrd. Euro gewachsen, geht aus einer aktuellen CEE-Bankenstudie der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und der Raiffeisen Centrobank hervor. 2007 hatte das Wachstum noch 31 Prozent betragen. Das Wachstum habe als Folge der internationalen Wirtschaftskrise seit dem letzten Quartal 2008 stark abgenommen. Für heuer rechnen die Analysten mit einem Schrumpfen der Bilanzaktiva, geht aus einer Aussendung am Dienstag hervor.

Nach Angaben der Studie war die Bank-Austria-Mutter, die italienische UniCredit, mit einem Marktanteil von 6 Prozent die größte internationale Bankgruppe in der Region. Ihr Anteil ging im Vergleich zu 2007 um 0,4 Prozentpunkte zurück. Dahinter folgen die Raiffeisen International (RI) mit einem Anteil von 4,7 Prozent und die Erste Group mit einem Marktanteil von 4,4 Prozent. Den größten Marktanteil in der Region hat die russische staatliche Sberbank (8,9 Prozent).

Übernahmewelle

"Obwohl wir für 2009 ein Schrumpfen der Gesamtaktiva erwarten, zeigt unser aktualisiertes Vorhersagemodell, dass die Aktiva im Jahr 2010 durchschnittlich wieder um 10 Prozent steigen werden", erklärte RZB-Analyst und Co-Autor der Bankenstudie, Walter Demel laut Aussendung.

Die Autoren der CEE-Bankenstudie rechnen in naher Zukunft mit möglichen neuerlichen Übernahmewelle im Bankensektor. Allerdings bleibe es unklar, auf welche Preisniveaus sich potenzielle Verkäufer und Käufer einigen werden. "Die momentanen Marktpreise reflektieren einen Rückgang der Aktivaqualität sowie der Ertragsfähigkeit und des mittelfristigen makroökonomischen Ausblicks. So lange die Vorhersagbarkeit dieser Faktoren extrem kurz bleibt, wird es weniger potenzielle Käufer von Banken geben", meinte Stefan Maxian, Leiter der Research-Abteilung bei der RCB und Mitautor der Studie. (APA)

 

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