Pharmaindustrie wettert gegen Hauptverband

23. Juni 2009, 11:03
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Irritiert über kolportierte Einsparungen im Medikamentenbereich

Wien - Schon bevor das zwischen Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Ärztekammer ausgehandelte Gesundheitsreformpapier überhaupt in der Regierung gelandet ist, zieht die Pharmaindustrie dagegen zu Felde. Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber zeigte sich enttäuscht über ein Gespräch zwischen Vertretern der Pharmawirtschaft und des Hauptverbandes gestern Abend. Man sei bisher nicht in die Verhandlungen eingebunden worden und auch nun sei kein Entwurf präsentiert worden.

Irritiert ist Huber auch, dass die Pharmaindustrie aus den Medien über angebliche Vorschläge zu Einsparungen im Medikamentenbereich erfahren muss: "Das derzeitige Vorgehen ist inakzeptabel. Wo bleibt hier die Transparenz?"

Das von Gesundheitsminister Alois Stöger in Auftrag gegebene Papier wird heute von den Gremien des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger abgesegnet. Die Ärzte beraten das Konzept in den kommenden Tagen bei einer Vollversammlung in Goldegg. Im Anschluss wird das Papier der Regierung übergeben. Zu den kolportierten Vorschlägen zählen eine verminderte Rezeptgebühr für Generika sowie Vereinbarungen zu einer längeren Öffnungszeit von Arztpraxen. (APA)

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